Neuer Kosmetikladen "Blush Hour" im Medienhafen in Düsseldorf

Düsseldorf: Neuer Kosmetikladen im Medienhafen

Stéfan Illenseer (32) und Tolga Güner (29) gründeten jetzt das Geschäft "Blush Hour".

Sie sind Friseurmeister und Make-up-Artisten, Lehrer und Lebenskünstler. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Stéfan Illenseer (32) mischt Tolga Güner, 29 Jahre jung, das Geschäft rund um Haare, Lippenstift und Wimperntusche ordentlich auf. Die beiden haben im Medienhafen am Zollhof mit ihrem 500 Quadratmeter großen Beauty-Tempel "Blush Hour" im Industrie-Chic mit Backstein-Mauern einen Senkrechtstart hingelegt.

Concept Store mit Concierge-Service nennen sie ihr Geschäftsmodell: Neben dem klassischen Friseur-Handwerk und dem Styling-Salon floriert als dritte Säule die wie ein Kinosaal mit roten Sesseln ausgestattete Akademie. Hier werden die Nachwuchs-Make-up-Artisten ausgebildet. Kein Wunder, dass die Jung-Unternehmer nun auch eine erste eigene Kosmetiklinie mit mehr als 100 Produkten für Profi- und Hobby-Stylisten auf den Markt bringen. So wie das Ambiente im Laden sind Lidschatten-Paletten, Lipgloss und Rouge-Döschen im industriell angehauchten Look ("Industrial Glam"). Und weil im Selfie-Zeitalter die Instagram-Generation stets wie Hollywood-Stars gut und glattgebügelt aussehen will, gibt es sogar eine spezielle Foundation, die sich wie eine flüssige Retusche auf die Haut legt - und schon sieht jeder aus wie mit Photoshop bearbeitet. "Bereits 2010 haben wir angefangen, unsere eigenen Produkte zu entwickeln", sagt Güner, der schon als Neunjähriger die Mädchen in seiner Klasse frisierte. Gemeinsam mit Dermatologen und Chemikern in Paris und Istanbul sei die Linie entstanden. Produziert wird sie in Deutschland. Übrigens schwören Bräute aus ganz Nordrhein-Westfalen auf die Styling-Künste der beiden Düsseldorfer und ihrer zwölf Mitarbeiter.

Freitags und samstags kommen bis zu 60 Heiratskandidatinnen samt Familienanhang ins Blush Hour, um sich für den großen Tag stylen zu lassen. "Unser Braut-Make-up ist der Renner und der Terminkalender ist bis 2019 gebucht", erzählt Stéfan Illenseer. Bei so viel Andrang sind Öffnungszeiten am Samstag von 6 bis 18 Uhr durchaus normal.

(dh)