Nachfolger für Rattenhuber: Neuer Kämmerer aus Krefeld?

Nachfolger für Rattenhuber: Neuer Kämmerer aus Krefeld?

Der neue Kämmerer Düsseldorfs wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Ratssitzung am 25. März gewählt. Und sein Name dürfte Manfred Abrahams sein. Der 51-Jährige ist derzeit Kämmerer in Krefeld und lebt in Mönchengladbach. Er soll die Nachfolger von Helmut Rattenhuber antreten. Er geht in diesem Jahr in Ruhestand.

In den nächsten Wochen werden sich die Kandidaten, die in die engere Wahl kamen, in den Fraktionen vorstellen. Und letztlich fällt die Entscheidung auch erst in der Ratssitzung, beziehungsweise in vorherigen Gesprächen, vor allem im bürgerlichen Lager , das von CDU und FDP getragen wird. Das Vorschlagsrecht für den Posten des Kämmerers liegt bei der größten Fraktion, der Union.

Aber schon jetzt ist klar, dass der Krefelder Finanzexperte bei Politikern aus CDU und FDP, wie es gestern hießt, "besser ankommt". Einer umschrieb das, sehr zurückhaltend, mit der Finanz-Politik, für die die Kandidaten stehen. Abrahams habe in Krefeld gezeigt, dass er trotz schwieriger Finanzlage der Stadt nach vorne blicke und "nicht aufgebe". Einen solchen Mann könne man sich auf dem Posten des obersten Finanzhüters der Stadt sehr gut vorstellen, hieß es. Der zweite Kandidat, der in die engere Wahl gekommen ist, Johannes Slawig aus Wuppertal, werde eher mit einem rückwärts gewendeten Sparkurs verbunden, der unpopuläre Entscheidungen wie die Schließung eines Schauspielhauses beinhalte. Obwohl man natürlich weiß, dass der oberste Finanzchef einer Stadt nicht für Ebbe in der Kasse verantwortlich zu machen ist, traut man dem Bergischen offenbar weniger zu, die gute Finanzlage der Stadt Düsseldorf auch in der Zukunft zu sichern.

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Entschieden ist das alles allerdings noch nicht endgültig. Im Ältestenrat hat Oberbürgermeister Dirk Elbers gestern erklärt, es habe zwölf Bewerbungen gegeben, davon seien fünf in Frage und am Ende eben zwei in die engere Wahl gekommen.

(RP)