Neuer Edeka ZurHeide in Düsseldorf: Eröffnung im März 2018

Düsseldorf: Zurheide will Anfang März eröffnen

Im ehemaligen Kaufhof an der Berliner Allee ist die Struktur des Marktes inzwischen zu erkennen, ein Großteil der Möbel steht schon.

Es wirkt wie bei einem Umzug zwischen Anstreichen und Kartons-Reintragen. Es riecht nach Lösungsmittel und Farbe, die neuen Möbel sind mit weißen Stoffbahnen abgedeckt oder noch eingepackt, es wird geschliffen, gebohrt, gesägt - und den frisch gelegten Boden darf niemand betreten. Dieser "Umzug", der im Moment an der Berliner Allee stattfindet, soll in gut zweieinhalb Monaten abgeschlossen sein. In der ersten März-Woche will Zurheide im ehemaligen Horten- und Kaufhof-Gebäude seinen neuen Markt eröffnen. Trotz der vielen noch anstehenden Arbeiten ist schon zu erkennen, wo die Kunden künftig entlang laufen und was sie dort finden:

Bisher führten zwei schräge Eingänge von den Ecken der Graf-Adolf-Straße ins Gebäude. An der Kreuzung mit der Oststraße bleibt dies auch so, auf der anderen Seite des Hauses nicht. Dort gibt es nun zwei Türen. Der Haupteingang führt von der Graf-Adolf-Straße in die Mall und den Markt. Kunden können außerdem von der Berliner Allee hereinkommen.

Der Bereich außerhalb des eigentlichen Supermarktes, in dem mal ein Imbiss, eine Reinigung oder ein Lotto-Fachgeschäft beheimatet ist, heißt Mall. In der Regel macht er in Märkten wenige hundert Quadratmeter aus, an der Berliner Allee werden es rund 2000 sein. Zurheide geht offensichtlich von einer anderen Kundenstruktur als im Markt in Reisholz aus. Es ist mit mehr Laufkundschaft, Mitarbeitern aus den umliegenden Büros und Verwaltungen zu rechnen. Losung und Lösung lautet deshalb Erlebnis.

Die runde Theke gehört zum vegetarischen Restaurant, das an der Ecke von Graf-Adolf- und Oststraße liegt. Foto: Bretz Andreas

Beim Bäcker werden Meister ihres Handwerks vor Ort produzieren, ein Schwerpunkt liegt dort auch auf italienischen Backwaren. Die ursprünglich erhoffte Kaffee-Rösterei gibt es zwar nicht. Zurheide hätte sehr sehr viele Bohnen verkaufen müssen, um den Schornstein zu bezahlen, der durch die darüberliegenden Stockwerke hätte gebaut werden müssen. Aber mit einem kleinen Röstofen und größeren Mengen frischer Ware aus Reisholz entsteht eine Kaffee-Lounge. Ihre Nachbarn heißen Patisserie, Saftstand und Sushi-Bar.

Am neuen Haupteingang treffen Kunden auch auf das erste Restaurant des Hauses. Es liegt hinter einer runden Holztheke und ist auf Vegetarier ausgerichtet. Im Markt stoßen Kunden ähnlich wie an der Nürnberger Straße auf ein Gourmet-Bistro, das an der Berliner Allee Platz für rund 90 Gäste hat. In deren Nachbarschaft sind eine Schinken- und eine Mozzarella-Bar vorgesehen, an denen es zur Fleisch- und Käse-Auswahl auch Wein und magenschließende Spirituosen gibt.

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In Reisholz hat Zurheide eine Verkaufsfläche von 6000 Quadratmetern, in der Innenstadt werden es rund 9500 sein. Der Markt beginnt und endet im Erdgeschoss. Der Weg dazwischen soll den Kunden idealerweise per Rollstiege, Aufzug oder Treppe auch durchs Tiefgeschoss führen. Genügend Anreize aus dem mehr oder minder täglichen Bedarf bietet es. Unten sollen zum Beispiel Frühstücksprodukte, Wasch- und Putzmittel, Getränke und Milchprodukte in den Regalen stehen. Hinzu kommen die Theken für Fleisch. Fisch und frische Pasta. Die Sortiment-Schwerpunkte an der Erdoberfläche sind Obst- und Gemüse, Süßwaren und Tiefkühlwaren.

In der Mall befindet sich eine Bäckerei, die vor Ort produziert, und auch italienische Backwaren anbietet. Foto: Bretz Andreas

Es gibt noch einen Markt im Markt. An die Obst- und Gemüseabteilung im Erdgeschoss schließt eine Abteilung für Konsumenten veganer, vegetarischer, glutenfreier sowie biologisch und politisch korrekter Produkte an. Rund 800 Quadratmeter ist diese Bioabteilung groß, in der noch einmal Extra-Regale für Bio-Obst und Bio-Gemüse aufgebaut sind.

Rund 40 Prozent der Stellen sind besetzt. Für die Schlüsselpositionen (Markt- und Abteilungsleiter) hat Zurheide größtenteils die passenden Bewerber gefunden. Für alle offenen Posten wird im Januar und Februar gesucht, im Weihnachtsgeschäft erscheint dies wenig aussichtsreich. An der Berliner Allee sollen mehr als 200 Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigt werden.

Vom Erdgeschoss ist ein Blick in die untere Etage möglich. Foto: Bretz Andreas

Kunden, die mit dem Auto kommen, können ihren Wagen im Parkhaus (500 Plätze) über dem Markt abstellen. Der Preis pro Stunde steht noch nicht fest, er wird bei etwa 2,50 Euro liegen.

(RP)