1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf

Neuer Blumenladen an der Oststraße in Düsseldorf

Kommen und Gehen : Neuer Blumenladen an der Oststraße mit spanischem Flair

Mit ihrem Geschäft „Flores“ hat sich Mercedes Sánchez kurz nach dem Lockdown selbstständig gemacht. Ihre Familie ist bereits seit 50 Jahren im Blumengeschäft.

Schlicht Flores (spanisch für Blumen) hat Mercedes Sánchez ihr Pflanzenparadies genannt, das sie an der Oststraße 152 eröffnet hat. Der Duft von Lavendel liegt in der Luft. Zitronen- und Orangenbäumchen setzen Farbtupfer. Ginko und Zickzack-Strauch ziehen die Blicke der Passanten auf sich. Mit Flores hat sich Mercedes Sánchez einen langgehegten Traum erfüllt. Seit 2014 führt die Düsseldorferin mit spanischen Wurzeln das Blumengeschäft ihrer Eltern am Flughafen.

„Sie haben mir 2009 die Chance gegeben, mich auszuprobieren, als sie mir anboten, einen Teil der Geschäftsführung zu übernehmen“, sagt sie und fügt hinzu: „Fünf Jahre später durfte ich es dann alleine machen.“ Mercedes liebt ihren Beruf. Voller Leidenschaft spricht sie von den vielen verschiedenen Pflanzen und Blumen, die sie im Sortiment hat. „Meine Mutter sagt immer, suche das Besondere und achte auf Qualität“, verrät sie schmunzelnd. Die Eltern haben ihr die Liebe zur Floristik vorgelebt. „Ich habe so viel von ihnen gelernt“, meint Mercedes Sánchez. 50 Jahre ist die Familie bereits im Blumengeschäft, hat zahlreiche Läden in der Stadt. Aber Flores ist ganz allein Mercedes‘ Baby: „Hier kann ich eigene Ideen umsetzen“, erzählt sie und lässt den Blick durch den Laden schweifen.

„Hortensien sind gerade besonders gefragt“, weiß die Expertin. Wie aufs Stichwort kommt eine Kundin herein und möchte einen Strauß gebunden bekommen. Immer mit dabei ist Paco. Der sechsjährige Rüde hat es sich im Körbchen neben der Theke bequem gemacht. „Er begleitet mich überall hin, auch zum Blumengroßmarkt“, sagt das stolze Frauchen. Der kleine Paco hat schon so manche Kundin für sich gewonnen. „Er hat hier zwei- und vierbeinige Freunde, die auch einfach mal vorbeikommen, um kurz Hallo zu sagen“, verrät die Floristin mit einem Augenzwinkern.

Die Nachbarschaft war begeistert, als Mercedes im Juli ihr Geschäft aufmachte. „Meine erste Kundin hat mir zur Eröffnung eine Flasche Sekt geschenkt und einen ganz lieben Brief geschrieben.“ Die junge Geschäftsfrau zeigt gerührt die Grußworte, die sie aufgehoben hat. Das Blütenparadies auf dem Gehweg zieht längst nicht nur Spaziergänger an. Auch Bienen und sogar ein kleiner weißer Schmetterling finden sich regelmäßig ein.

War es nicht ein Risiko, kurz nach dem Shutdown einen neuen Laden zu eröffnen? „Sicher ist es das. Aber durch den Shutdown brachen die Umsätze am Flughafen ein, und ich musste überlegen, wie es weitergeht“, erinnert sich Mercedes Sánchez. In jeder Krise steckt auch eine Chance, ist sie überzeugt und resümiert: „Ohne Corona hätte ich vielleicht gar nicht die Zeit gefunden, diesen Laden einzurichten. So konnte ich meinen Traum verwirklichen.“ Die Oststraße als Standort, davon ist Mercedes Sánchez überzeugt, habe „echtes Potenzial“. Dort gäbe es viele von Familien geführte Geschäfte.