Neue Vorschläge: Kommt die Oper Düsseldorf neben den NRW-Landtag?

Düsseldorf : Neue Oper neben den Landtag?

Ein Essener Architekturbüro schlägt die Haroldstraße vor. Der Düsseldorfer Architekt Edmund Spohr bringt ein Areal neben dem Rheinpark ins Gespräch.

Die Rheinoper beflügelt weiterhin die Kreativität der Architekten. Das in Essen ansässige Architekturbüro Nattler regt einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Innenministeriums an der Haroldstraße an – in unmittelbarer Nähe zum Landtag. Der Düsseldorfer Architekt Edmund Spohr schlägt derweil das Areal nördlich des Rheinparks vor.

Die Oper an der Heinrich-Heine-Allee gilt als Sanierungsfall. Die Politik ist noch unentschlossen, ob eine Sanierung oder ein Neubau die richtige Entscheidung wäre. Das traditionsreiche Büro Nattler – in Düsseldorf zuletzt unter anderem bei der Entwicklung der „Gartenstadt Reitzenstein“ tätig – erhofft sich durch einen Neubau an der Haroldstraße eine Belebung des Regierungsviertels am Abend und einen reizvollen Standort. Den Architekten schwebt „ein kulturelles Zentrum mit Oper, multifunktionalen szenischen Bühnen, Proberäumen, Hotel und Gastronomie“ vor. Für das Areal sind allerdings bereits Neubauten für Finanzministerium und NRW-Bank im Gespräch.

Spohr macht sich hingegen für das Gelände neben Rheinpark und Rheinterrasse stark. Ihm schwebt eine Oper vor, die sich „mit einem verglasten, über das Rheinwerft hinausragenden Foyer direkt zum Rhein“ öffnet. Die Besucher könnten mit Boottaxis aus der Altstadt anreisen. Das Grundstück gehört laut Spohr der Stadt.

Die Oper richtet derweil am Montag die erste von drei Podiumsdiskussionen mit Experten in ihrem Foyer aus. Die mit „Große Oper – aber wie?“ betitelte Auftaktveranstaltung thematisiert die technischen Anforderungen an ein Opernhaus der Zukunft. Die Gäste: Sebastian Bogatu (Technischer Direktor des Opernhauses Zürich), Reinhold Daberto (Gesellschafter der Projektentwicklung theapro), Marc Grandmontagne (Bühnenverein), Peter Krottenthaler (Technischer Direktor der Oper) und Hajo Rau (Technischer Direktor des Schauspielhauses). Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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