Düsseldorf: Neue Unterstützer für den Erhalt der Gaslaternen

Düsseldorf: Neue Unterstützer für den Erhalt der Gaslaternen

Im Heimatverein Düsseldorfer Jonges hat sich eine Mehrheit für den Erhalt der rund 17.000 Gaslaternen in der Stadt ausgesprochen. Sogar ein eigenes Lied hat die Tischgemeinschaft "Laternepitscher" auf das Gaslicht geschrieben.

In einer Podiumsdiskussion der Jonges sagte der Beigeordnete Stephan Keller, die Zahlen sprächen gegen Gaslaternen: "Sie sind im Verbrauch viermal so teuer wie moderne Elektroleuchten." Auch der CO2-Ausstoß sei höher. Georg Schumacher, Sprecher der Initiative "Pro Gaslicht", hielt dagegen: "Die Umrüstung würde weit über 100 Millionen Euro kosten, und im Ergebnis haben wir Licht wie auf belgischen Autobahnen.

"Seine Position unterstützten Christiane Oxenfort, Intendantin des Düsseldorf Festivals, und Historiker Horst Wessel, der auf Prag verwies: "Dort werden Elektroleuchten durch Gaslaternen ersetzt, weil sie mit ihrem warmen Licht eine besondere Stimmung verbreiten." Wessel zitierte den neuen Oberbürgermeister, der ihm gesagt habe, man müsse trotz Masterplans noch einmal über die Laternenfrage nachdenken. Keller räumte schließlich "Diskussionsbedarf" ein.

(wber)