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Düsseldorf: Neue Staatskanzlei am Rhein?

Düsseldorf : Neue Staatskanzlei am Rhein?

Auch in der rot-grünen Landesregierung wird darüber diskutiert, wie sich ein künftiges Regierungsviertel in Landtagsnähe darstellen soll.

Der Unterausschuss für Landesbetriebe, zuständig für landeseigene Immobilien, ließ sich jetzt über den (vier Jahre zurückliegenden) Kauf des Vodafone-Hauses an das Land informieren. Hintergrund: Vodafone hat kein Interesse mehr an der Immobilie, weil man Ende nächsten Jahres seine Büros im Neubau am Heerdter Dreieck konzentrieren wird.

Das Land jedoch braucht in Landtagsnähe Immobilien für Neu-Organisationen und Umzüge von Ministerien. Fest steht, dass man das Innenministerium (ein Bau der frühen 80er Jahre) abreißen will. Das Gelände könnte man erfolgreich vermarkten. Die Variante: Sobald die heute noch von Vodafone genutzten Immobilien am Rhein (Hochhaus und zwei benachbarte Immobilien) leer und für das Land hergerichtet sind, könnten dort Ministerien einziehen, u.a. das Innenministerium.

Dieser Umzug könnte in rund zwei bis drei Jahren erledigt sein. Da das heutige Innenministerium (Haroldstraße) dann leer steht und abgerissen werden könnte, hätte man ausreichend Zeit, um eine neue Planung umzusetzen: den neuen Standort für die Staatskanzlei. Die wurde seinerzeit von Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) ins Stadttor verlegt, als er Johannes Rau ablöste.

Aber dort ist man nicht glücklich, weil man zwischen anderen Büronutzern sitzt und das Ganze daher wenig repräsentativ findet. Der Vertrag für das Stadttor läuft 2021 aus. Also hätte die Landesregierung Zeit, mit Vodafone-Hochhaus und angrenzenden Bauten, dem frei werdenden Grundstück des Innenministeriums und einer dort zu bauenden neuen Staatskanzlei ein echtes Regierungsviertel neben dem Landtag zu schaffen. In der vorigen Regierung wurden solche Pläne begrüßt. FDP-MdL Robert Orth sagt daher nach wie vor: "Wir brauchen ein solches Regierungsviertel!"

(RP)