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Düsseldorf: Neue Sparzwänge für Düsseldorfer FDP

Düsseldorf : Neue Sparzwänge für Düsseldorfer FDP

Vor eineinhalb Jahren war der Düsseldorfer Kreisverband der FDP noch in einer komfortablen Situation: Die Liberalen in der NRW-Landeshauptstadt stellten einen Europaabgeordneten (Alexander Alvaro, zuletzt sogar Vize-Präsident des Europaparlaments), eine Bundestagsabgeordnete (Gisela Piltz, zuletzt auch Vize der Bundestagsfraktion) und einen Landtagsabgeordneten (Robert Orth).

Zuerst gab Alvaro sein Mandat ab (wegen schweren Verkehrsunfalls), dann flog die FDP 2013 aus dem Bundestag - und nun gibt auch Orth sein Mandat auf (aus beruflichen Gründen).

Für die Düsseldorfer Liberalen hat das nicht nur Folgen fürs Image, sondern auch bei den Finanzen: Denn wie bei anderen Parteien auch fließt das Geld zwar vor allem aus Mitgliedsbeiträgen, Zuweisungen des Landesverbands und auch Spenden - doch die Mandatsträger in Parlamenten leisten ebenfalls einen nicht unerheblichen Beitrag. Anders als zum Beispiel bei der SPD handelt es sich bei den Liberalen um eine freiwillige Abgabe, die jedoch insbesondere dann erwartet wird, wenn die Dienste der Geschäftsstelle mit einer Vollzeitkraft genutzt werden. Um die 1000 Euro sollen es pro Abgeordnetenmandat bisher gewesen sein. Das reißt also eine spürbare Lücke in den liberalen Finanzhaushalt.

"Der Wegfall der Mandatsträger tut schon weh", sagt die Kreisvorsitzende Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Allerdings seien nach wie vor die Mitgliedsbeiträge die tragende Säule - und die Zahl der Mitglieder liege stabil bei etwa 630. Die sind nach Einkommensgruppen gestaffelt, Kreisschatzmeister Klaus Burkhard hatte die Summe, die jährlich dadurch zusammenkommt, mal mit rund 100 000 Euro beziffert.

Und dennoch ist bei der FDP jetzt Sparen angesagt: "Wir werden unsere Kosten reduzieren", sagt Strack-Zimmermann. Parteitage werden in günstigen Räumlichkeiten stattfinden (am 28. Februar in der S-Manufaktur), gespart wird auch an Porto oder Telefonkosten.

(RP)