Düsseldorf: Neue Partner in Madagaskar

Düsseldorf: Neue Partner in Madagaskar

Bei einem Sponsorenlauf sammelt das Luisen-Gymnasium Geld. Auch OB Thomas Geisel macht mit.

Das städtische Luisen-Gymnasium setzt einen weiteren Akzent als Unesco-Projektschule. Kurz vor den Ferien unterzeichnete Leiterin Gabriele Patten eine Schulpartnerschaft mit drei Schulen in Madagaskar. Auf diese Weise will sich das Gymnasium aktiv für einen interkulturellen Austausch sowie einen Ausgleich zwischen Arm und Reich einsetzen.

Oft sind es schon kleine Beträge, die Großes bewirken können. Zwölf Euro, der Preis von zwei Zigarettenschachteln, reichen beispielsweise aus, um einem Schüler in Madagaskar Schulmaterial für ein Schuljahr zur Verfügung zu stellen. Denn die Lebens- und Lernumstände in dem afrikanischen Inselstaat lassen sich nicht mit Deutschland vergleichen. "Im Süden des Landes liegt die Alphabetisierungsquote unter 50 Prozent", sagte Katharina Krikowski-Martin, Projektkoordinatorin der Schule, beim Festakt zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. So will die Schule vor allem Geld für grundlegende Dinge wie Lehrmittel und eine Bibliothek spenden. Auch eine Mensa soll errichtet werden, um eine ausreichende Ernährung für die Jungen und Mädchen zu gewährleisten.

Das Geld für die Projekte wird durch einen Sponsorenlauf am 30. April gesammelt. "Lauft, bis euch die Füße schmerzen", ermuntert Schulleiterin Gabriele Patten ihre Schüler.

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Und die werden an diesem Tag prominente Unterstützung bekommen. Denn trotz seiner Teilnahme am Düsseldorfer Marathon am Tag zuvor, will Oberbürgermeister Thomas Geisel beim Sponsorenlauf vorbeischauen. "Dieses großartige Projekt passt zum weltoffenen Düsseldorf", erklärte er während der Feierlichkeiten.

Auch in anderer Hinsicht passt die Partnerschaft gut zum frankophonen Luisen-Gymnasium, da aufgrund der kolonialen Vergangenheit noch immer Französisch die Amtssprache in Madagaskar ist. Auch deshalb ist ein Austausch von Schülern in Zukunft gut denkbar. Darauf hofft besonders die madagassische Botschafterin Florence Isabelle Rafaramalala, die ebenfalls bei der Feierstunde anwesend war. "Es gibt leider wenig internationale Partnerschaften von madagassischen Schulen", berichtete sie den Zuhörern.

Neben dem finanziellen Aspekt soll die Partnerschaft aber auch inhaltlich Teil des Unterrichts werden. Bereits während der Projektwoche im vergangenen Oktober hatten sich einzelne Schüler mit dem afrikanischen Land auseinandergesetzt. Auch in Zukunft soll das Thema durch Projekte fest im Lehrplan verankert werden.

(dans)