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Neue Online-Plattform aus Düsseldorf: Auf "Dankeee" verkaufen und Gutes tun

Virtueller Marktplatz : Online verkaufen und Gutes tun auf neuer Plattform aus Düsseldorf

Die Online-Plattform „Dankeee“ funktioniert ähnlich wie andere virtuelle Marktplätze, hat aber eine Besonderheit: Vom Erlös kann ein bestimmter Teil gespendet werden. Gründer Stefan Maly aus Düsseldorf erzählt, was dahinter steckt.

Virtuelle Marktplätze boomen. Laut eigenen Angaben hat Ebay-Kleinanzeigen rund 40 Millionen Nutzer im Monat, Vinted (ehemals Kleiderkreisel) spricht von 8,5 Millionen Nutzern. „Wenn nur ein Prozent davon ihre Sachen auf Dankeee anbieten würde, wäre ich schon einen großen Schritt weiter“, sagt Stefan Maly.

Der Düsseldorfer hatte während der Pandemie eine Idee: Nachhaltigkeit und Wohltätigkeit zusammen auf einer deutschlandweiten Plattform zu vereinen. Wer auf Dankeee.de seine (gebrauchten) Dinge anbietet, kann festlegen, wie viel vom Verkaufspreis an eine gemeinnützige Organisation der eigenen Wahl gespendet wird.

Stellt man beispielsweise ein Smartphone für 100 Euro online, könnte man zehn Euro davon direkt an einen Verein spenden. Damit wäre nicht nur der Umwelt und dem direkten Käufer geholfen – schließlich spart man Ressourcen und macht jemand anders mit einem Schnäppchen eine Freude – sondern zusätzlich kann man ohne großen Aufwand auch noch etwas für die Allgemeinheit spenden.

Um gut zu funktionieren, so Stefan Maly, der mit zwei Programmierern und Co-Gründer Jonas Möslein hinter Dankeee steckt, brauche es einerseits engagierte Nutzer. „Ohne eine breite Basis an Nutzern, die Dinge einstellen und kaufen, kann ein virtueller Marktplatz nicht funktionieren.“ Gleiches gilt für die Organisationen, denen die Spenden zugutekommen. Inzwischen sind 275 Organisationen registriert. Im Idealfall, so Malys Wunsch, werben diese bei ihren Unterstützern auch für die Plattform – damit alle Parteien davon profitieren können.

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Andererseits braucht es auch Investoren. „Noch frisst Dankeee vor allem Geld.“ Dabei sieht Maly gerade in seiner Idee die Möglichkeit, an mehreren Stellschrauben Gutes zu bewirken – auch für Geldgeber. „Wenn man sich so ansieht, was alles Investoren findet, weiß ich manchmal echt nicht, was man noch machen soll, um selbst Finanzierung zu bekommen.“

Die Plattform funktioniert nach dem gängigen Prinzip. Das Geld jedoch wird hier zunächst über eine Online-Plattform verwahrt. Erst wenn der Empfang bestätigt ist oder nach sieben Tagen ohne Reklamation wird das Geld ausgezahlt. Der gespendete Anteil wird von Dankeee.de weitergeleitet, die Nutzer müssen nichts weiter tun.