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Neue "Luft"- Ausstellung des Akki in Düsseldorf

Kinder in Düsseldorf : Wenn die Luft zu flimmern beginnt

Das Akki startet im Dezember mit einer Wiederauflage der „Luffft“-Ausstellung. Es gibt neue Stationen wie das Luftschlieren-Objekt. Außerdem wurde das Konzept komplett an die Pandemie-Auflagen angepasst.

Nicht erst seit den aktuellen Diskussionen um Klima oder Aerosole ist klar: Luft bestimmt unseren Alltag in umfassender Weise. Bei der interaktiven Ausstellung „Luffft“ im Akki laden 20 Objekte und Installationen dazu ein, die besonderen Qualitäten von Luft spielerisch zu erkunden. Es gab sie bereits 2011/12 in den Räumen der Einrichtung für kulturelle Bildung an der Mitsubishi Electric Halle, dann war die Ausstellung auf Reisen. Jetzt wurde sie für Düsseldorf runderneuert – und nicht zuletzt penibel an die aktuellen Hygieneanforderungen angepasst. Was zuvor zum Beispiel mit der Hand in Gang gesetzt werden musste, wurde auf Fußbetrieb umgestellt, Abstände wurden vergrößert. Alles was dennoch angefasst werden muss, kommt im Anschluss „in Quarantäne“ und wird desinfiziert. Ursprünglich sollte die Eröffnung am 15. November stattfinden, der Startschuss wurde nun aber auf den 1. Dezember verschoben.

Mit Riesenventilator und Kurbel-Tornado, Druckluft-Rakete und Rohrpost, Flaschenflöte und Duftsammlung, Luftwaage, Vakuumpumpe, Lungenmodell, Atem-Wirbel und einigem anderen wird vieles möglich: einen Wind loszutreten oder die eigene Energie mit den Kräften der Luft zu messen, die Entstehung eines Wirbelsturms zu verfolgen, Windkonzerte zu veranstalten, mit Überdruck oder Unterdruck zu experimentieren sowie eine Sauerstofffabrik zu beobachten. Und: den eigenen Atem zu verfolgen, denn es gibt ein ganz neues Obekt in der Ausstellung, das sich „Luftschlieren“ nennt. Damit lassen sich Luftbewegungen und damit eben auch das eigene Ausatmen an einem Bildschirm verfolgen. „Man kennt das zum Beispiel auch von Asphaltstraßen im Sommer, wenn Hitzeflimmern entsteht und die Luft so sichtbar wird“, erklärt Ausstellungsmacher Georg Frangenberg.

Bei all dem wird deutlich: Luft ist unsichtbar, braucht aber dennoch Platz. Sie ist leicht und doch kraftvoll. Sie ist immer da und trotzdem oft nur in ihrer Wirkung zu bemerken – wenn sie gluckert, knallt, zischt, rauscht, duftet oder etwas bläht und verformt.

Theoretisch hätte das Akki als Einrichtung der Jugendhilfe die Ausstellung dank des ausgeklügelten Hygienekonzepts schon früher eröffnen können, „wir haben das aber erstmal zurückgestellt“, sagt Frangenberg. Im Dezember sollen aber auf jeden Fall wieder Kitas und Schulen die Möglichkeit bekommen, sich mit dem Phänomen Luft zu beschäftigen. „Bildung ist wichtig, wir wollen die Fahne hochhalten“, sagt der Akki-Geschäftsführer. Noch sind Termine frei und interessierte Klassen oder Kita-Gruppen können sich anmelden. „Wenn Kinder hier reinkommen, denken sie, Luft sei doch nichts Besonderes. Wenn sie hier rausgehen, sagen sie: Luft ist eine Menge, das hätte ich nicht gedacht“, sagt Frangenberg.

Das Akki ist wegen des Corona-Testzentrums an der Mitsubishi Electric Halle aktuell nicht so einfach zu erreichen. Wer an den einzelnen Kontrollstellen aber sein Ziel angibt, wird auch problemlos durchgelassen. Frangenberg will sich nicht beschweren, sagt aber: „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt“.

Den Corona-Hygieneschutz auf eine neues Level gehoben hat im Akki übrigens die Firma Trioptotec, die auf alle wesentlichen Handkontaktflächen in der Ausstellung das neue Mittel Dyphox aufgetragen hat. Es handelt sich um eine umweltfreundliche, selbst entkeimende Beschichtung, die dazu führt, dass Keime wie das Coronavirus durch Licht und Sauerstoff inaktiv werden. „Das Unternehmen konnte entsprechende Zertifikate vorlegen, das ist kein Hokuspokus, sondern eine sehr seriöse und sinnvolle Maßnahme“, erklärt Frangenberg. Der Schutz soll mindestens ein Jahr lang wirken.

Info Akki, Siegburger Straße 25, Telefon 7885533, Anmeldung für Besuche der Ausstellung unter mail@akki-ev.de, Internet: akki-ev.de