Hans-Peter Schwemin will Altbier brauen: Neue Brauerei in der Altstadt

Hans-Peter Schwemin will Altbier brauen : Neue Brauerei in der Altstadt

(RP). Gastronom Hans-Peter Schwemin will ein Brauhaus eröffnen und dort ein eigenes Altbier produzieren. Am Dienstag steht der spektakulärste Teil der Bauarbeiten auf dem Plan.

Neben Füchschen, Schlüssel, Schumacher und Uerige wird es ab dem Sommer in der Altstadt eine weitere Hausbrauerei geben: die Brauerei Kürzer. Hans-Peter Schwemin, Chef der Kneipen "Schaukelstühlchen" und "Quetsche", erfüllt sich einen 20 Jahre alten Traum und produziert sein eigenes Altbier. Das "Kürzer" eröffnet voraussichtlich im Juli oder August an der Kurzen Straße. Schwemin investiert dort rund eine Million Euro.

"Ich hatte bisher entweder das Geld nicht oder nicht genügend Platz — bis vor zweieinhalb Jahren", sagt Schwemin. Als die Pächter der "Kiste" aufhörten, sah der Gastronom die Möglichkeit, diese Kneipen mit der "Quetsche" zu verbinden.

Er ließ Wände rausnehmen, Zwischendecken entfernen, Heizungen verlegen und fand die Substanz eines urigen und verwinkelten Altstadthauses samt Gewölbekeller. Auf den beiden Etagen sollen künftig 160 bis 180 Gäste Platz finden, ihr "Kürzer" und kleine Speisen genießen.

Drei Tieflader voll Material

Bis es so weit ist, stehen noch einige spektakuläre Bauarbeiten an. Am Dienstag werden drei Tieflader in die Altstadt rollen und die Teile für das Sudhaus liefern. Ein Kran wird die in Bayern maßgeschneiderten Kessel und Tanks ins Haus heben. Sie sollen in der fertigen Brauerei für die Gäste hinter einer Glasscheibe zu sehen sein.

Die weiteren Details des "Kürzer" will Schwemin in den kommenden Wochen entwickeln, darunter die Inneneinrichtung und den Geschmack seines Alts. "Es wird auf jeden Fall ein Bier in bester Hausbrau-Art mit einem ordentlichen Hopfenton", sagt der Gastronom, dessen Altbier mittelfristig auch in Flaschen verkauft werden soll.

Mit den Möbeln will Schwemin die Brauhaus-Kultur in die heutige Zeit holen. "Wir arbeiten mit der Substanz, die wir haben, und neuen Stücken, die aber nicht steril wirken dürfen", sagt er. "Es wird eine Mischung aus Brauhaus und Studentenkneipe."

In Düsseldorf peilt der "Kürzer"-Chef den fünften Platz hinter den vier Altstadt-Hausbrauereien mit rund 20 Prozent der dort produzierten Menge an. "Eine fünfte Hausbrauerei ist eher eine Bereicherung als eine Konkurrenz. Die Altstadt kann dadurch nur noch attraktiver werden."

(RP)
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