Erfolg nach Protesten Neue Betreuungsregeln in Düsseldorf – das sollten Eltern unbedingt wissen

Düsseldorf · Arbeitgebernachweise für längere Betreuungszeiten sind vom Tisch. Mehr als 200 Betreuer und Eltern waren ins Rathaus gekommen, um der Debatte im Plenarsaal zu folgen. Was Stadtdirektor und Politiker zu sagen hatten.

Da waren die Politiker überrascht: Mit bunten Ballons und kleinen Kindern kamen Tageseltern sowie viele Mütter und Väter zum Rathaus, um der Debatte im Plenarsaal zu folgen.

Da waren die Politiker überrascht: Mit bunten Ballons und kleinen Kindern kamen Tageseltern sowie viele Mütter und Väter zum Rathaus, um der Debatte im Plenarsaal zu folgen.

Foto: Bretz, Andreas (abr)

Nach wochenlangen Protesten hat die Stadt sich mit ihrem Plan, neue Regeln für die Tagespflege aufzustellen, weitgehend durchgesetzt. Danach wird künftig auch in diesem Bereich der Kleinkinder-Betreuung der konkrete Bedarf der Eltern ermittelt. Pauschal abgerechnet werden von August an 35 Wochenstunden. Familien, die mehr Betreuung wünschen, müssen nun entweder ein Gespräch im i-Punkt-Familie führen oder in einfacher schriftlicher Form mitteilen, dass bei ihnen mehr als 35 Stunden erwünscht sind. Letzteres dürfte allerdings bei vielen Familien für Erleichterung sorgen. Denn in der ursprünglichen Fassung der Richtlinien war – neben dem Gespräch vor Ort – auch von Arbeitgebernachweisen die Rede, mit denen der längere Betreuungsbedarf dokumentiert werden sollte. Das hatten viele Eltern als Kontrollinstrument und unnötige Einschränkung ihrer Wahlfreiheit gedeutet.