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Neue Ausstellung im Ballhaus in Düsseldorf

Kunst in Düsseldorf : „Blaue Rather“ gehen ins Ballhaus

Die Künstlergruppe lebt von den unterschiedlichen Stilformen ihrer Mitglieder. Daher heißt die Ausstellung im Nordpark auch konsequenterweise „Querbeet“. Eine Gastkünstlerin ist ebenfalls mit dabei

Der Blick auf Kunst ist zur Mangelware geworden. Jetzt aber macht die Szene auf sich aufmerksam und bietet unter anderem im Ballhaus im Nordpark eine Ausstellung, die unter dem Titel „Querbeet 1.0 – 2020“ Arbeiten von zehn Künstlern präsentiert. Von den elf der Gruppe „Der Blaue Rather“ – 2010 von Heiner Coenen als damaliger Leiter des Rather Familienzentrums gegründet – angehörenden Künstlern sind neun und eine Gastkünstlerin dabei.

Angelika Kraft zeigt unter anderem „Lady“ sowie einige Arbeiten aus der Serie „Der Weg“: „Die minimalistisch gehaltenen Ansichten stellen die Relation Mensch zur Natur dar. Das liegt mir besonders am Herzen“, sagt sie. Marion Bohlen, die sich der Kunst autodidaktisch genähert hat, liebt das Spiel mit Farben – zarte Lasuren in Aquarell ebenso wie kräftige Farbaufträge in Acryl und Öl, sanfte Pastellkreidebilder oder Zeichnungen mit Buntstiften und Tusche. Gestaltungen aller Art dagegen widmet sich Petra Guder. Im Ballhaus sind überzeugende Beispiele ihrer Kunst zu sehen. Mit dabei ist auch Tanja Guntrum, die bereits in der Schulzeit das Medium Kunst nutzte, nach einer konventionellen Ausbildung ihre künstlerischen Ziele konsequent verfolgte und als freischaffende Künstlerin in ihrem Atelier „ars adiuvo“ tätig ist.

Die Zwillinge Rita Lasch und Inge Woeste aber haben die Kreativität in die Wiege gelegt bekommen. Sie sind in einer schöpferischen Fotografenfamilie aufgewachsen und leben ihre Leidenschaft zur Malerei mit dem Schwerpunkt Acryl und Öl aus, haben sich aber auch mit der Holzbildhauerei beschäftigt. Ute Löschnig ist ebenfalls vielseitig interessiert. Als Malerin nutzt sie Acrylfarben, gestaltet gern Collagen und zählt das Fotografieren zu ihren Leidenschaften. Besonders die Lichtverhältnisse in Skandinavien inspirieren: „Bilder müssen leben“ ist ihr Kredo. Auch Johanna Przystalski liebt Experimente, bevorzugt aber die Acrylmalerei.

Die Vielfältigkeit der Kunststile gibt der Ausstellung einen besonderen Reiz. Dazu trägt Gerda Schippers mit intensiver Malerei bei. Sie lässt sich von Salvadore Dali inspirieren und befasst sich außerdem mit Schmuckdesign. Herbert Kröll rundet die breite künstlerische Palette ab. Er hat früher Hinterglas-Malarbeiten und Collagen erstellt und sich dann vorwiegend der Schwarz-Weiß-Fotografie verschrieben.

Eröffnung: Donnerstag, 11. Juni, 11 Uhr (bis 18 Uhr). Öffnungszeiten bis 18. Juni: Freitag 14-18 Uhr, Samstag/Sonntag 11-18 Uhr, Montag bis Donnerstag 14-18 Uhr. Ballhaus, Kaiserswerther Straße 380.