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Düsseldorf: Naseband ermittelt in der eigenen Kneipe

Düsseldorf : Naseband ermittelt in der eigenen Kneipe

Der ehemalige (Fernseh-)Kommissar hat seinen Kriminalroman "Alt mit Schuss" vorgestellt.

Was dem Düsseldorfer an sich am meisten auf die Nerven geht, lässt sich schwerlich erfassen. Womöglich liegt das auch daran, dass es den Düsseldorfer an sich so wenig gibt wie den Kommissar an sich. Doch genau die Frage nach dem größten Nervtöter stellt Michael Naseband am Dienstagabend in seiner nach ihm benannten Kneipe. "Junggesellenabschiede", ruft eine Frau laut aus dem Publikum. Naseband nickt erfreut, das Thema seines neuen Kriminalromans "Alt mit Schuss" ist eingeleitet.

Michael Naseband war echter Polizist, bei der Mordkommission wie im Kosovo und wechselte schließlich ins Fernsehen. Bei "K 11 - Kommissare im Einsatz" ermittelte der 49-Jährige in 1768 Folgen im werktäglichen Programm des Senders "Sat.1". Inzwischen hat er sowohl den echten als auch den virtuellen Dienst quittiert und eine eigene Kneipe in der Altstadt: das "Naseband's".

Doch weil der Mann mit dem markanten Gesicht und Glatze seine Finger vom Kriminalisieren nicht ganz lassen kann, hat er einen Krimi geschrieben. Zusammen mit Mike Engel, dem Drehbuchautor aus der Fernsehserie, hat er das Werk, das ausschließlich an realen Orten in Düsseldorf spielt, im "Emons"-Verlag veröffentlicht.

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"Alt mit Schuss" behandelt dann tatsächlich einen Junggesellinnenabschied, der bei Naseband Station macht. Am nächsten Morgen erinnert sich niemand an irgendetwas, doch die Braut ist verschwunden. In voller Verzweiflung wenden sich die Freundinnen an Naseband, der ihnen schließlich gut als Polizist aus dem Fernsehen bekannt ist. Etwas trotzig nimmt Wirt Naseband die Ermittlungen auf. Er wittert nämlich die Chance, der schönen Nele, die die vermisste Braut sucht, näher zu kommen. Der Schuss im Alt sind ein paar K.-o.-Tropfen, wie sich schnell herausstellt. Naseband legt los, er ist wieder gepackt vom Fieber. Noch ließ er keinen Fall ungelöst.

Das Buch ist kurzweilig: Düsseldorfer können auf den Reisen anhand der Straßennamen gedanklich gut mitreisen. Die Kapitel sind kurz, klar und mit viel Realität gespickt.

Bei der Vorstellung des Buches liest Nasebands Schauspielkollege Frank teNeues aus "Alt mit Schuss". Er stellt die Stimme tief, macht Pausen. Das Publikum trinkt Alt und Wein. So wie im Buch.

(RP)