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Narrenzunft in Düsseldorf feiert jeckes Jubiläum

Karneval in Düsseldorf : Narrenzunft hat Brauerei im Griff

Der Karnevalsverein von 1910 feiert in dieser Session ein jeckes Jubiläum.

Am Samstagabend waren auf der Bolkerstraße auffällig viele Karnevalisten im Ornat unterwegs, und die hatten nur ein Ziel: die Schlüssel-Brauerei. Dort feierte die Narrenzunft ihre traditionelle „Hoppeditz intern“-Veranstaltung, und die hatte es in diesem Jahr aus gutem Grund in sich. Denn der 1910 gegründete Verein hat immerhin 110 Jahre auf dem Buckel. Und das bedeutet ins Närrische übersetzt 10x11 Jahre.

Hausherr Karl-Heinz Gatzweiler machte seine Drohung, eine 20-minütige Rede halten zu wollen, nicht wahr, und so stand einem ausgelassenen Treiben bis nach Mitternacht nichts im Wege. Den offiziellen Part legte Präsident Mathias Neubauer wohlweislich an den Anfang des Abends, denn eine Ernennung zum Ehrenmitglied erfordert einen wachen Geist. Sabine Ilbertz (Venetia Session 18/19), Markus Plank (Schatzmeister CC und 1. Vorsitzender der Ehrengarde), Marc Frankenhauser (Prinzenpaarbetreuer) sowie Walter Schuster wurden neu in den erlauchten Kreis aufgenommen.

Dank Yasmin Marie und den Kids Düsseldorfer Originale, Frank Spehl und Kurt Fenn, Thorsten Saner, Heinz Hülshoff und Silke Beyen wurde es dann ein rundum gelungener Abend, dem das neue Düsseldorfer Prinzenpaar die jecke Krone aufsetzte. Am Vorabend noch frisch gekürt, stellten Axel Both und Jula Falkenburg unter Beweis, dass ihre Wahl eine gute war.

Die Große Karnevalsgesellschaft Düsseldorfer Narrenzunft gehört zu den ältesten Karnevalsvereinen in der Stadt. Ein derartiges Durchhaltevermögen schafft nur, wer engagierte Ehrenamtler in seinen Reihen weiß, die in ihrem Tun gerne auch anderen den Vortritt lassen. Das beweist die Narrengarde zum Beispiel jedes Jahr mit dem Sommerfest auf dem Rathausplatz, der Erlös geht jedes Mal an eine karitative Einrichtung.

„10x11 Jahre, da kommt eine stolze Zahl heraus“, sagt Chef Mathias Neubauer. Diese verpflichte aber auch zur Kontinuität. Basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit müsse man immer wieder Neues entwickeln, den Verein quasi in einem permanenten kreativen Prozess halten. Ob das auch wirklich gelingt, davon können Karnevalisten sich unter anderem bei der großen Jubiläumsparty der Narrengarde am 17. Januar in den Rheinterrassen überzeugen.