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Meisterfeier der Düsseldorfer HWK: Nadine Schlögl hat am besten abgeschnitten

Meisterfeier der Düsseldorfer HWK : Nadine Schlögl hat am besten abgeschnitten

"Ich habe schon als kleines Mädchen im Salon meiner Mutter Übungsköpfe frisiert", sagt Nadine Schlögl. Die 20-jährige Düsseldorferin wurde gestern in der Stadthalle für ihren Abschluss bei der Meisterprüfung als Jahresbeste im Friseurhandwerk geehrt.

"Ich habe schon als kleines Mädchen im Salon meiner Mutter Übungsköpfe frisiert", sagt Nadine Schlögl. Die 20-jährige Düsseldorferin wurde am Sonntag in der Stadthalle für ihren Abschluss bei der Meisterprüfung als Jahresbeste im Friseurhandwerk geehrt.

Ihre Ausbildung absolvierte sie im Düsseldorfer Friseurunternehmen Dammer und Macher, wo sie auch derzeit beschäftigt ist. Die Meisterausbildung hat sie im Januar 2016 begonnen. Sie schaffte die Meisterschule in Vollzeit, "ich habe mich für die Meisterschule entschieden, damit mir alle Türen offen stehen und ich meinen Beruf ausleben kann", sagt Nadine Schlögl.

Oberbürgermeister Thomas Geisel, gestern Gast der Meisterfeier, hat bereits Kontakt mit Nadine Schlögl aufgenommen. Grund: Eine seiner fünf Töchter könne zwar nicht so richtig gut Latein, aber dafür hervorragend ihre vier Schwestern schminken und ihnen die Haare schneiden.

Er habe überhaupt kein Problem damit, dass seine Tochter nach dem Abitur eine Ausbildung und kein Studium beginne, sagte Geisel unter dem Applaus der mehr als 2500 Gäste in der Stadthalle. Vielleicht stehe sie dann auch eines Tages auf der Bühne als beste Friseurmeisterin. "Mit dem Abitur in der Tasche eine Ausbildung zu beginnen - das darf nicht länger ein Makel sein", sagte Geisel.

Lob gab es vom OB für den großen Einsatz der 979 Jungmeister, die sich ihren Meisterbrief gestern abholten. Um den Titel führen zu können, seien mehr als 40 Stunden in der Woche Arbeit nötig gewesen. Als Meister seien sie nun echte Start-up-Unternehmer, die nun auch ihre eigene Firma gründen könnten. Geisel ist wichtig, dass es in der Landeshauptstadt genügend Flächen gibt, wo Wohnen und Arbeiten ohne lange Wege möglich ist.

In der Stadt herrsche auch für Handwerker ein "gründerfreundliches Klima", so Geisel. Vom Boom auf dem Wohnungsmarkt profitierten auch die Handwerker, die derzeit viele Aufträge hätten. Er setze sich dafür ein, dass es auch für Handwerker bezahlbaren Wohnraum in Düsseldorf geben müsse.

(RP)