Kultur-Tipp: Nacht der Museen nun auch im Linksrheinischen

Kultur-Tipp : Nacht der Museen nun auch im Linksrheinischen

Wer möglichst viel Kultur während der Nacht der Museen erleben möchte, macht sich vor dem Losgehen einen Plan. Ebenso groß wie das Angebot ist die Gefahr, die Zeit zwischen den 40 Museen, Privatsammlungen, Kirchen, Off-Räumen und Galerien zu vergessen. Auch eine lange Kulturnacht ist irgendwann um.

Die Nacht der Museen steht diesmal ganz im Zeichen der Quadriennale, dem großen Festival der Bildenden Kunst. Unter dem Motto "Über den Morgen hinaus" beteiligen sich 13 Museen mit Ausstellungen. Die Kunstsammlung am Grabbeplatz etwa zeigt Meisterwerke von Kandinsky, Malewitsch und Mondrian. Titel der Schau ist "Der weiße Abgrund Unendlichkeit".

Das Museum Kunstpalast im Ehrenhof beteiligt mit sich mit der Kunstpräsentation "Kunst und Alchemie. Das Geheimnis der Verwandlung". Mit Zukunftsaussichten beschäftigt sich das Filmmuseum. "Visionen und Alpträume - Die Stadt der Zukunft im Film" ist eine Ausstellung zur filmischen Sicht auf die Zukunft zu sehen. Die Schau des Filmmuseum ist in den Räumlichkeiten des ehemaligen NRW-Forums, Ehrenhof 2, zu sehen.

Das linksrheinische Oberkassel feiert seine Premiere bei der Nacht der Museen. Mehrere Kulturorte öffnen ihre Türen, so dass auch auf der anderen Seite des Rheins viel zu sehen ist. In der Julia Stoschek Collection sehen die Besucher eine Einzelpräsentation der US-Amerikanerin Sturtevant. Kunstsammlerin Julia Stoschek hat auch ein Konzert organisiert und die beiden Düsseldorfer Musiker Andreas Korte und Cornelius Quabeck eingeladen, ihr Musikprojekt "Sake Lovers" darzustellen. Einen Besuch wert ist das "Reservat Atelierprojekt". Mehrere Künstler zeigen ihr Können, unter anderem Stephan Kaluza, Steffen Reuber, Manuel Iljitsch und Horst Wackerbarth. Die Fahrt in andere Stadtteile lohnt sich ebenfalls. In Bilk zeigen in den Kunsthallen Boui Boui 50 Künstler ihre Werke. Unter anderem ist Katharina Zwar (Filmdoku "40 Grad") und Pamela Broszat (Lesung "Der Blondierte") vertreten. In Flingern erwartet das Kunstforum im Bezirksverband Bildender Künstler viele Gäste für die Ausstellung "Vom Eiskeller zur Banane". Erschaffer der Werke sind Lehrkräfte der Düsseldorfer Kunstakademie.

Eine Besonderheit ist der Reinraum. Die unterirdischen Räume in Friedrichstadt waren einst eine öffentliche Toilettenanlage. Ohne viel an dem spröden Zustand geändert zu haben zeigt der Trägerverein zwischen Waschbecken und defekten Fliesen die Kunst junger Kreativer.

Das komplette Programm finden Sie hier.

(lod)
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