Nacht der Museen 2018 in Düsseldorf - 40 Kulturinstitute öffnen ihre Türen

40 Kulturinstitute haben geöffnet: Nachts ins Museum

Am 14. April öffnen mehr als 40 Kulturinstitute zur langen Nacht ihre Türen. Mit dabei sind Museen, Galerien und Clubs.

Fotografie, Malerei, Geschichte, Installation, Musik, Film und Theater - wer alle Kulturorte bei der "Nacht der Museen" besuchen möchte, benötigt eigentlich mehr als einen langen Abend dafür. Ganz so viel Zeit haben Besucher am 14. April bei der 18. Auflage der langen Nacht dann doch nicht. Aber immerhin: Von 19 bis 2 Uhr öffnen mehr als 40 Museen, Galerien und Clubs ihre Türen. Bis zu 25.000 Besucher werden erwartet. Ein Überblick: Kunst im Großen Alle großen Kunsthäuser an einem Abend besuchen - das ist für viele Besucher besonders reizvoll bei der "Nacht der Museen".

"Kunst, Kultur und Klamauk" gibt es
"Kunst, Kultur und Klamauk" gibt es auf 3000 Quadratmetern Fläche im Boui Boui Bilk auf der Suitbertusstraße. Foto: Orthen, Veranstalter

Schließlich muss man nur einmal bezahlen und kann dann K20, K21, die Kunsthalle, das Museum Kunstpalast und das NRW-Forum nacheinander besuchen. All diese Häuser sind auch in diesem Jahr dabei. Höhepunkt im Museum Kunstpalast ist die Ausstellung "Black & White" mit 80 Kunstwerken aus einem Zeitraum von 700 Jahren in Schwarz und Weiß. Zu sehen sind zum Beispiel Werke von Rubens, Picasso, Pollock und Rembrandt. Kinder mit Familien können zudem an einem Workshop mit 3D-Stiften unter dem Titel "Wettstreit der Künste" teilnehmen.

Dem Werk von Heinz Mack, Mitbegründer der berühmten Zero-Künstlergruppe, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert, widmet sich das Goethe-Museum in einer Sonderausstellung. Wie Mack in Beziehung zu Goethe zu setzen ist, erfahren die Besucher bei der langen Nacht zum Beispiel bei zwei Führungen mit Kuratorin Barbara Steingießer. Kunst im Kleinen Die "Nacht der Museen" soll Besucher für alle Kulturangebote in Düsseldorf begeistern.

"Für uns ist diese Veranstaltung sehr wichtig, weil wir damit Besucher sehr gut erreichen können", sagt Kulturdezernent Hans-Georg Lohe. Entsprechend öffnen auch Galerien und kleine Museen ihre Räume für Besucher. Ein besonderer Ausstellungsort ist in diesem Jahr die Alte Kämmerei am Rathaus. Das Gebäude soll verkauft werden, bei der Museums-Nacht zeigen nun der Künstler Max Dickhaus Lichtinstallationen und Hilde Hüllwegen Acrylbilder.

Dazu gibt es Musik quer durch die Genres: Jazz, Reggae, Grunge und Elektro. Blickpunkt Worringer Platz Rund um den Hauptbahnhof entsteht in den nächsten Jahren ein Kulturviertel, dessen Herzstück die neue Zentralbibliothek mit FFT und Theatermuseum am Konrad-Adenauer-Platz ist. "Deshalb steht der Worringer Platz in diesem Jahr im besonderen Fokus bei der Nacht der Museen", sagt Lohe. Mehrere Galerien rund um den Worringer Platz laden Besucher deshalb am 14.

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April in Hinterhöfe und Kunsträume ein. Und auch die Streetart in der alten Fußgängerunterführung unter dem Platz kann erkundet werden - allerdings nicht live (die Unterführung kann nicht besucht werden), sondern mit Virtual-Reality-Brillen. Geschichte "Nacht mit Standpunkten" lautet der Titel des Abends in der Mahn- und Gedenkstätte, die über Düsseldorf in der NS-Zeit informiert. Das Programm zur langen Nacht ist lustig und ernst, es gibt eine Führung durch die Dauerausstellung "Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus", Filme werden gezeigt, und es gibt Livemusik.

Um 23 Uhr tritt Kabarettist Martin Maier-Bode auf, der sein Programm neu auf den Abend abgestimmt hat. Um Architekturgeschichte geht es im Dreischeibenhaus, das zum ersten Mal bei der "Nacht der Museen" zugänglich ist: Bei Kurzführungen erfahren Besucher etwas zu Bau und Sanierung des Hochhauses aus dem Jahr 1960. Im 22. Stock in der Phoenix Bar gibt es Musik und Cocktails. Nacht für Familien Erstmals seit seiner Sanierung wieder mit dabei ist der Aquazoo.

Bis 2 Uhr nachts kann der Zoo besucht werden, es gibt Führungen, Livemusik und besonders mutige Gäste können auf Tuchfühlung mit Vogelspinnen gehen. Das Filmmuseum lädt indes unter dem Titel "Extreme Emotions" ein - mit Workshop und Disney-Filmen aus der Zeit weit vor Mickey Maus. Szene "Kunst, Kultur und Klaumauk" gibt es im Boui Boui Bilk. Ein Beispiel: Die "Konsolenkinder" lassen Besucher Spielekonsolen aus alten Zeiten ausprobieren.

Ab 24 Uhr gibt es eine Party. Die längste Veranstaltung findet im Club "Golzheim" unter der Theodor-Heuss-Brücke statt: Am frühen Abend gibt es Führungen durch den Club, ab 23.30 Uhr wird bis 7 Uhr gefeiert.

(lai)