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Justiz in Düsseldorf: Nachbarschaftsstreit endet vor Gericht

Justiz in Düsseldorf : Nachbarschaftsstreit endet vor Gericht

Was wirklich vorgefallen ist zwischen den beiden Oberkasselern, war nicht aufzuklären. Deshalb hatte auch der Staatsanwalt auf Freispruch für den 41-Jährigen plädiert.

Mit einer Stichflamme und einem explosionsartigen Knall am Balkon-Grill war ein lange schwelender Streit zweier Nachbarn in Oberkassel eskaliert. Wohl aus Ärger über Grillgerüche eines 41-Jährigen soll eine Frau (55) im April eine unbekannte Flüssigkeit auf den Grill des unter ihr wohnenden Nachbarn gekippt haben. Als er die Frau zur Rede stellte, soll sie seine Freundin als „Nutte“ bezeichnet haben. Gestern vor dem Amtsgericht ging es jedoch um ein angebliches Revanche-Foul des 41-Jährigen. Der soll die Nachbarin am Schlafittchen gepackt, sie verletzt haben. Doch aufzuklären war kein einziges Detail. Die angeblich verletzte Frau bestritt die Kipp-Aktion – und hat im Prozess gegen ihren Nachbarn jede Aussage verweigerte. Der Mann wurde freigesprochen. Auch ein Verfahren gegen die Frau hatte nicht zur Klärung geführt und war eingestellt worden. Der Nachbar gab zwar an, dass „von oben“ ein Schwall gekommen sei, als er am Grill ein Steak zubereiten wollte. Als er hochgestürmt sei, habe die Nachbarin als Motiv genannt: „Ihre Nutte hat mein Auto zerkratzt!“ Aber verletzt habe er die Frau nicht. Was wirklich vorgefallen ist, war nicht aufzuklären, sah auch der Staatsanwalt und hatte auf Freispruch für den 41-Jährigen plädiert.

(wuk)