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Düsseldorf: Nach Sturm Ela: Ein neues Zuhause für den Steinkauz

Düsseldorf : Nach Sturm Ela: Ein neues Zuhause für den Steinkauz

Orkan Ela hat nicht nur Menschen buchstäblich das Dach über dem Kopf weggerissen. Leidtragender ist auch der in Düsseldorf beheimatete Steinkauz. Denn der Sturm hat gleich zehn Nistkästen für den seltenen Vogel aus den Bäumen geweht und zerstört. Viele dieser Bruthilfen, etwa an der Lausward, stürzten mit den Bäumen um und wurden zerschmettert. Steinkäuze selbst kamen dadurch nicht zu Schaden.

"Die Brutzeit war zum Zeitpunkt des Pfingststurms schon vorbei, wir haben keine Jungvögel gefunden, die noch in den Nestern gewesen wären", sagt Vogelkundler Alfred Leisten. Jetzt hat er mit anderen Mitgliedern des Naturschutzbundes (Nabu) neue Nisthilfen in die noch stehenden Bäume an der Lausward aufgehängt. Leisten hofft, dass sie bereits im Frühjahr angenommen werden. Im gesamten Stadtgebiet gab es vor Ela 48 Nistkästen für Käuze, 24 Paare brüteten 2014 auf Düsseldorfer Stadtgebiet.

An dem Projekt sind neben dem Nabu auch die Düsseldorfer Jäger und andere beteiligt. Der Steinkauz ist etwas kleiner als eine Taube. Er bewohnt Wiesen und Weiden und ernährt sich von Regenwürmern und Mäusen. Ein einmal gewähltes Revier bewohnt der Steinkauz oft mehrere Jahre. Bekannt ist er übrigens auch, weil auf der griechischen Ein-Euro-Münze abgebildet ist.

(RP)