Nach Brand in Flüchtlingsheim in Düsseldorf 2016: Hauptbeschuldigter freigelassen

Messegelände Düsseldorf : Hauptbeschuldigter nach Brand in Flüchtlingshalle freigelassen

Ein gewaltiges Feuer vernichtete im Juni 2016 eine ehemalige Messehalle in Düsseldorf. Inzwischen hat sich der dringende Tatverdacht gegen den Hauptbeschuldigten weitgehend verflüchtigt. Er wurde freigelassen.

Im Prozess um den Großbrand einer Flüchtlingshalle in Düsseldorf hat das Landgericht den Hauptbeschuldigten auf freien Fuß gesetzt. Der Haftbefehl gegen ihn sei aufgehoben worden, sagte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage. Das Gericht sieht inzwischen offenbar keinen dringenden Tatverdacht mehr. Einige der Zeugen hatten sich im Verfahren widersprochen.

Adel Z. (27) aus Algerien war wegen des Großbrandes der ehemaligen Messehalle festgenommen worden. Der Haftbefehl gegen seinen mutmaßlichen marokkanischen Komplizen war bereits im vergangenen Jahr lange vor Prozessbeginn aufgehoben worden. Den zwei nordafrikanischen Asylbewerbern wird schwere Brandstiftung vorgeworfen. Das Feuer hatte im Juni 2016 rund 10 Millionen Euro Schaden angerichtet.

In der Halle waren vor dem Ausbruch des Feuers 282 Männer untergebracht gewesen. Die Situation galt als schwierig, es war bereits mehrfach zu kleineren Brandstiftungen gekommen. Die 6000 Quadratmeter große Messehalle brannte völlig aus und ist inzwischen abgerissen. Der Hauptbeschuldigte hatte seine Unschuld beteuert: Er habe in einer ganz anderen Ecke der Halle geschlafen, als das Feuer ausbrach.

(siev/lnw)