Kommentar zur Kriminalitätsstatistik 2017: Mut zum Sicherheitsgefühl

Kommentar zur Kriminalitätsstatistik 2017: Mut zum Sicherheitsgefühl

Die Zahlen der Kriminalitätsstatistik 2017 sind so gut wie lange nicht mehr. Das ist ein tolles Ergebnis. Aber nie war der Unterschied zwischen der erfassten Kriminalität und dem subjektiven Empfinden der Bürger so groß wie zurzeit.

Das hat der Polizeipräsident selbst gemerkt, als er dieser Tage bei Senioren einen Vortrag hielt. Denen kann er mit der Statistik nicht kommen, nach der es weniger Rohheitsdelikte und weniger Raubüberfälle auf der Straße gibt. Und schon gar nicht mit der nachgewiesenen Erkenntnis, dass Senioren lange nicht so oft Opfer von Straftaten werden, wie sie selbst glauben.

Während der Ruf nach mehr Polizei immer noch laut ist, wird die verstärkte Anwesenheit derselben kaum als Sicherheitsfaktor wahrgenommen. Im Gegenteil: Wenn auf dem Weihnachtsmarkt vierköpfige Streifen mit Maschinenpistole unterwegs sind, gilt das eher als Symbol für die vermeintlich an jeder Ecke lauernde Gefährdung durch Terroristen und andere Kriminelle.

  • Polizei meldet rückläufige Zahlen : Weniger Kriminalität

Machen wir uns nichts vor: Wir leben in unsicheren Zeiten. Die Düsseldorfer Polizei wird uns nicht vor allem bewahren können. Aber sie hat offensichtliches vieles im Griff. Es gibt keinen Grund, die eigenen Ängste oder die anderer zu schüren.

(sg)