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Düsseldorfer Museen: Museum Kunstpalast: Finanzlage ist unklar

Düsseldorfer Museen : Museum Kunstpalast: Finanzlage ist unklar

Das Museum Kunstpalast arbeitet derzeit ohne einen abgesegneten Wirtschaftsplan. Auch in der jüngsten Sitzung des Kuratoriums wurde das Zahlenwerk nicht genehmigt, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Der Plan hätte eigentlich längst akzeptiert werden müssen, denn er gilt für das bereits laufende Jahr.

Nach Aussagen von Insidern hat man sich darauf geeinigt, den Plan erst zu akzeptieren, wenn man sich mit Hilfe externer Fachleute einen exakten Überblick über die tatsächliche finanzielle Situation verschafft hat. Das soll möglichst schnell geschehen. Johannes Teyssen, Chef des privaten Partners Eon, hat in der Sitzung angeboten, den Kontakt zu einem Berater herzustellen, der sich die Zahlen anschaut. Das Angebot will man annehmen, Finanzexperten der städtischen Kämmerei werden ebenfalls helfen.

Fachleute sehen das Museum in großen Problemen: Solange nicht klar sei, mit wie viel Geld man in den kommenden Jahren rechnen könne, sei eine Planung fast unmöglich. Hinzu kommt, dass das Museum unter den Folgen eines Konstruktionsfehlers im Dach leidet: Dort bildet sich bei bestimmten Wetterlagen Kondenswasser, das herab tropft.

Die Ratsgrünen werden im Kulturausschuss einen weiteren Tagesordnungspunkt zum Thema "Planungen zur Struktur und Personalausstattung der Düsseldorfer Kulturinstitute" beantragen. Die stellvertretende Ausschussvorsitzende Marit von Ahlefeld erklärte dazu: "Seit einiger Zeit läuft eine Personaldebatte vom Goethe-Museum bis zum Heine-Institut, die offensichtlich durch Pläne des Oberbürgermeisters gespeist wird, die in den Kulturausschuss gehört." Ahlefeld kündigte an, dass ihre Fraktion in der Sitzung einen Antrag auf Erweiterung der Tagesordnung stellen werde. "Wir wollen darüber unterrichtet werden, inwieweit es solche Planungen tatsächlich gibt.

Sie habe erwartet, dass die CDU und der Oberbürgermeister aus dem Kommunikations-GAU beim Thema Opernehe gelernt hätten: "Wir sind jederzeit zu einem Austausch über die Zukunft der Kulturinstitute bereit. Allerdings erwarten wir dann auch, dass alle Zahlen auf den Tisch kommen und man sich für Kürzungen nicht den Schwächsten aussucht," heißt es.

(RP)