DEG Metro Stars: Murphy fehlt der DEG lange

DEG Metro Stars : Murphy fehlt der DEG lange

Der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga sperrte den Düsseldorfer Stürmer für acht Spiele und verhängte zudem 2400 Euro Geldstrafe. Ein schwerer Verlust – auch heute (19.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters.

Der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey Liga sperrte den Düsseldorfer Stürmer für acht Spiele und verhängte zudem 2400 Euro Geldstrafe. Ein schwerer Verlust — auch heute (19.30 Uhr) gegen die Iserlohn Roosters.

Bei den DEG Metro Stars geht es derzeit zu wie auf einem bekannten Kirmes-Fahrgeschäft: der Berg- und Talbahn. Auswärts zeigte die Mannschaft in der Deutschen Eishockey Liga zuletzt ansprechende Leistungen, wie etwa beim 6:3-Sieg in Iserlohn vor zwei Wochen, aber bei Heimspielen steckte oft Sand im Getriebe.

Heute (19.30 Uhr, ISS Dome) kommen die Iserlohn Roosters nach Düsseldorf, und das Team von Trainer Jeff Tomlinson will endlich auch vor heimischem Publikum erfolgreiches Eishockey zeigen. "Wir haben das Niveau dazu, aber die Konstanz fehlt noch. Das ist derzeit der wichtigste Punkt, an dem wir arbeiten", sagt Tomlinson.

Nicht mithelfen gegen die Sauerländer kann Mark Murphy. Der Stürmer wurde von der DEL nach seinem Check gegen Münchens Neville Rautert hart bestraft: Acht Spiele muss Murphy von der Tribüne aus zuschauen. Doch auch ohne den aggressiven Amerikaner soll die DEG von der ersten Minute an voll konzentriert zu Werke gehen. "Egal ob im Training oder im Spiel: Wenn die Spieler kommen, um zu arbeiten, haben sie nicht zu entscheiden, ob sie kämpfen oder nicht", erklärt Tomlinson und fordert die Spieler zu engagierter Zweikampfführung auf: "Wir müssen immer intensiv arbeiten, Zweikämpfe gewinnen, Schüsse blocken und einen guten Zug zum Tor haben. Es sind diese Kleinigkeiten, an denen wir tagtäglich arbeiten."

Bei der Frage nach der richtigen Einstellung gibt es für den DEG-Coach keine Ausnahmen: "Die Checks müssen zu Ende gefahren werden. Das erwarten wir von allen, von Rob Collins bis zu Simon Danner." Gerade in Phasen im Spiel, in denen es nicht so läuft, wie die Spieler es sich vorstellen, soll keiner den Kopf hängen lassen, sondern weiter hart arbeiten. "Tore bringen natürlich eine bessere Atmosphäre auf die Bank, aber wenn es nicht spielerisch klappt, dann muss man sich das Scheibenglück verdienen, und das geht nur über den Kampf", meint Tomlinson.

Auch wenn der Trainer sehr kritisch mit seiner Mannschaft umgeht, sieht er dennoch einen positiven Trend in den vergangenen Wochen. "Wir hätten gern noch ein paar Punkte mehr geholt, aber wir sind auf einem guten Weg. Mich hat vor allem begeistert, wie die Jungs auf die schwache Leistung gegen München reagiert und dann in Ingolstadt ein tolles Spiel abgeliefert haben", meint der Coach. Jetzt sollten die DEG-Akteure diese Spielweise aber heute auch einmal ihren treuen Fans im ISS Dome präsentieren — bevor sie am Sonntag (verlegt auf 16 Uhr) wieder auswärts in Straubing antreten dürfen.

(RP)
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