Multifunktionsfläche für Park in Düsseldorf-Eller

Sport in Düsseldorf : Jugendliche wollen „Soccer-Käfig“

Stadt sammelt Ideen für die Neugestaltung des Nachbarschaftsparks in Eller.

Alexander Richter vom Gartenamt kam gut ausgerüstet in den Stadtteilpark. Er hatte mehrere Pläne in unterschiedlicher Größe vom Nachbarschaftspark Am Hackenbruch dabei, viele Filzstifte, Notizzettel und Ausdrucke von Multifunktionsflächen, die die Verwaltung bereits in anderen Stadtteilen realisiert hat. Das wurde auf Biertischen und Stellflächen ausgebreitet. Alles Material, auf dem Elleraner Jugendliche nach Herzenslust ihre Ideen, ihre Vorstellung von der Umgestaltung des Parks eintragen konnten. Der Nachbarschaftspark Am Hackenbruch soll 2020 nämlich um eine multifunktionale Fläche erweitert werden. Also luden die Bezirksvertretung 8, die Servicestelle Partizipation sowie die beteiligten Ämter Sportamt, Gartenamt und Jugendamt zu einem kleinen „Brainstorming“ am Ort des Geschehens ein, um besonders die Jugendlichen aus dem Stadtbezirk aktiv am Gestaltungsprozess zu beteiligen.

„Wir nutzen den Park schon jetzt, wenn es das Wetter zulässt“, erläutert Holger Spickermann, „bis auf den Basketballplatz gibt es aber nicht viele Angebote. Wir bringen immer alles selbst mit und veranstalten kleine selbst ausgedachte Rallys.“ Spickermann ist Mitarbeiter in der Jugendfreizeiteinrichtung „Internationaler Treff“ an der Jägerstraße. Nicht nur seiner Meinung nach ist das Angebot am Hackenbruch für Jugendliche über zwölf Jahre doch eher begrenzt. Also hatte er einige seiner „Kunden“ zum ersten Ortstermin geschickt. Und es wurde kräftig gezeichnet, notiert und vorgeschlagen. Die größte Nachfrage bestand nach einem „Soccer-Käfig“, einem Fußball-Kleinspielfeld. Aber auch Outdoor-Fitness mit entsprechender Geräteausstattung, Grill-Ecke mit Chill-Bereich, ein Pumptrack für Fahrräder, eine Rutsche, die Erneuerung des vorhandenen Kletternetzes und der Tischtennisplatten wurden gewünscht. Die Jugendlichen hatten ebenso einen Blick für die Infrastruktur, so standen auf Vorschlagzetteln bessere Beleuchtung, Erneuerung der Fahrradständer und breitere Wege.

„Es ist gut, wenn eine Alternative zu Smartphones, Medien und Co. geboten wird. Beim Basketball, beim Fußball hat keiner ein Smartphone in der Hand“, meint Spickermann. „Eine Multifunktionsfläche wäre eine absolute Bereicherung für den Sozialraum Eller. Besonders Jugendliche würden laut ‚Hurra‘ schreien.“

Demnächst werden Ideen und Anregungen aus anderen Altersgruppen in einer separaten Veranstaltung aufgenommen und mit den Vorstellungen der Jugendlichen zusammengeführt. Daraus wird ein Plan erstellt, der möglichst viele Vorstellungen der Elleraner zur Umgestaltung des Parks beinhaltet. Doch auch für diejenigen, die schon mit den Füßen scharren und den Baubeginn herbeisehnen, heißt es: abwarten. „Das war die erste Ideensammlung“, erklärt Sportamtsabteilungsleiter Knut Diehlmann. Die Umsetzung erfolgt frühestens im nächsten Jahr.

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