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Umweltministerium und Kanzlerin Merkel: Müller ist sich noch nicht sicher

Umweltministerium und Kanzlerin Merkel : Müller ist sich noch nicht sicher

Düsseldorf / Berlin (dto). Der Düsseldorfer SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Müller und bisherge SPD-Fraktionsvize könnte möglicherweise neuer Bundesumweltminister. Noch ist es nicht amtlich, aber wenn CDU-Chefin Angela Merkel ins Kanzleramt einzieht, soll die SPD im Gegenzug acht Ministerien erhalten, eines davon, das Umweltministerium. Müller gilt nicht gerade als Freund einer Merkel-Kanzlerschaft und will seine Zustimmung und auch ein Ministeramt von Sachfragen abhängig machen.

Der 57-jährige Müller, der stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag ist, hat als Sprecher der Partei-Linken in der vergangenen Legislaturperiode vor allem als Kanzler-Kritiker von sich Reden gemacht. Gerade in der Hartz-IV Diskussion, war er immer wieder mit kritischer Stimme zu hören. Der Parteilinke macht seine Unterstützung von den Inhalten abhängig. Im ZDF sagte er am Dienstag, er sei sich "noch nicht hundert Prozent sicher", ob er da mitmache. Auf eine Frage nach Übernahme von Posten sagte er, falls ihm das Umweltministerium angeboten würde, "würde ich es mir überlegen". Er sagt das in der Hoffnung einer "sozialdemokratischeren Union", die mit der SPD auch einen sozialen Konsens finden müsse.

In seiner parlamentarischen Arbeit gilt Müller auch als ausgewiesener Umweltfachmann. So sitzt er im Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, im Ausschuss für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sowie im parlamentarischer Beirat für nachhaltige Entwicklung, wenn auch nur als Stellvertreter. In der SPD-Fraktion arbeitet er in der 'Arbeitsgruppe Energie'.

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Müller ist seit 1966 Mitglied der SPD. Von 1972 bis 1978 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungsozialisten JUSOs. 1975 bis 1983 war der in Bernburg an der Saale geborene Müller Ratsmitglied seiner Wahlheimat Düsseldorf. Von 1977 bis 1983 Geschäftsführer der SPD-Fraktion. 1983 zieht er in den Bundestag ein. Nachdem er bei der Bundestagswahl 2002 seinen Wahlkreis Düsseldorf Nord der CDU Gegenkandidatin Hildegard Müller knapp abnehmen konnte, zog er 2005 nur über seinen Listenplatz in den Bundestag ein. Den Wahlkreis holte sich in diesem Jahr Hildegard Müller von der CDU.

Die SPD soll nach der über das Wochenende erarbeiteten Kabinettsliste die Ressorts Außen, Finanzen, Justiz, Arbeit, Umwelt, Gesundheit, Verkehr und Entwicklungshilfe bekommen. Für die Union blieben der Vereinbarung zufolge neben dem Kanzleramt die Bereiche Verteidigung, Innen, Wirtschaft, Familie, Bildung und Forschung sowie Landwirtschaft.

(afp)