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Müllabfuhr in Düsseldorf streikt und lässt graue Tonnen stehen

Streik in Düsseldorf : Müllabfuhr streikt und lässt die grauen Tonnen stehen

Aufgrund des Feiertags am Samstag wird die Leerung der Mülltonnen in den betroffenen Gebieten in Düsseldorf erst in der nächsten Woche nachgeholt. Die Awista erklärt, wie und wann genau dann auch der Sperrmüll entsorgt werden soll.

Aufgrund eines Warnstreiks bei der Awista sind am Freitag die Restmülltonnen nicht geleert worden. Auch Sperrmüll blieb stehen, wie die Awista mitteilt. Deutliche Einschränkungen gab es bei der Altkleidersammlung und der Straßenreinigung. Die Recyclinghöfe in Garath und Lohausen sind geschlossen, nur in Flingern ist geöffnet.

Erschwerend für die betroffenen Haushalte kommt hinzu, dass der Restmüll auch am Samstag aufgrund des Feiertags nicht abgeholt wird. Die Awista kündigt an, die Tonnen am Montag parallel zum normalen Betrieb leeren zu wollen. Es könnte jedoch sein, dass der Müll ein bis zwei Tage weitere stehen bleibt, wie es Awista-Sprecher Ralf Böhme nicht ausschließen will. Der nicht abgeholte Sperrmüll soll mit zusätzlichen Fahrzeugen am Montag abgefahren werden, die Holzsammlung fällt deshalb bis Mittwoch aus.

Laut Verdi-Gewerkschaftssekretär Henning Brust nahmen 700 von 850 Mitarbeitern der Awista am Warnstreik teil. So konnte laut Unternehmen nur nach einer Prioritätenliste verfahren werden, um die wichtigsten Aufgaben des Tages zu erledigen. So wurde die Biotonne etwa geleert, auch der medizinische Abfall der Krankenhäuser entsorgt.

Brust hält den Streik aufgrund der stockenden Tarifverhandlungen und ausbleibender Angebote der Arbeitgeber für die Gehälter im öffentlichen Dienst für gerechtfertigt und die Einschränkungen für die Allgemeinheit auch in Zeiten einer Pandemie vertretbar. „Wir sind uns aber der Situation bewusst und gehen aufgrund von Corona sensibel vor.“ Dennoch sollen weitere Aktionen bis zur nächsten Verhandlungsrunde folgen.

Auch die Angestellten der Stadtwerke waren von Verdi zum Warnstreik aufgerufen worden, hier nahmen laut Brust 300 Mitarbeiter von insgesamt rund 2300 teil. Spürbare Auswirkungen auf den Betrieb hatte das nicht, wie das Unternehmen mitteilt.