MRT-Untersuchungen in Düsseldorf mit besonderem Ausblick

Neueröffnung : MRT-Untersuchungen mit besonderem Ausblick

Im Röntgeninstitut sollen sich Patienten bei Untersuchungen wohlfühlen. Das verbessert die Diagnose.

MRT-Aufnahmen empfinden viele Patienten als unangenehm, manche durchleben sogar klaustrophobische Angstzustände, wenn sie in der nur 60 bis 70 Zentimeter durchmessenden Röhre des Magnet­resonanztomographen liegen. „Die Untersuchungen werden aufgrund der Enge des Patiententunnels, der Lärmkulisse oder anderen Faktoren wie der notwendigen Kompression der Brust bei einer Mammografie als unangenehm und beklemmend empfunden“, sagt Radiologe Philipp Heusch. Die psychische Belastung könne sich sogar auf die Diagnose auswirken: „Wenn ein Patient verspannt ist, vermindert das auch die Bildqualität, etwa durch unruhige Patientenbewegungen.“ Auch Faktoren wie erhöhter Puls und beschleunigte Atmung können das Ergebnis verfälschen. Alternativ gibt es komfortablere Untersuchungen in einer nicht geschlossenen Röhre eines offenen MRTs – mit dem Nachteil aber, dass die dadurch verminderte magnetische Feldstärke erheblich die Bildqualität beeinflusst.

Im neu eröffneten Röntgeninstitut an der Jacobistraße, einem von neun Standorten, verfolgt man daher ein neues Konzept. Nicht nur soll der moderne 3-Tesla-MRT von Philips, der NRW-weit erstmalig zum Einsatz kommt, die Dauer der Untersuchungen bei gleichbleibender Bildqualität um die Hälfte reduzieren. Patienten sollen sie auch als möglichst angenehm empfinden. Audiovisuelle Reize wie die Deckengestaltung des MRT-Raumes, deren Bildkompositionen in Form eines Blätterdachs mit blauem Himmel dem nahen Hofgarten nachempfunden wurde, sollen dabei helfen. Im Innern der Röhre werden die Blicke des Patienten mit einer Spiegelbrille auf einen Bildschirm gerichtet, wo er die Länge der Abläufe verfolgen, auf Wunsch auch beruhigende Animationen und Landschaftsszenarien sehen kann. Ähnlich aufgebaut ist der Bereich 3-D-Mammografie, dessen hochauflösende Röntgen- und Ultraschallgeräte auch einzelne Gewebeschichten (etwa bei Befunden in der weiblichen Brust) einsehen lassen. ctri