Vom Täter fehlt jede Spur: Mord-Opfer aus Düsseldorf

Vom Täter fehlt jede Spur : Mord-Opfer aus Düsseldorf

Die Düsseldorferin Alexandra B. ist in Heinsberg Opfer eines Verbrechens geworden. Nach einem umfassenden Datenabgleich wurde ihre Leiche identifiziert. Vom Täter fehlt jede Spur. Die Polizei vermutet eine Beziehungstat.

Auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof verliert sich ihre Spur - dort wurde die 24-jährige Alexandra B. aus Düsseldorfer zum letzten Mal lebend gesehen. Das war am 3. Juni. Knapp eine Woche später wurde ihre Leiche entdeckt - auf dem Seitenstreifen eines Feldwegs bei Heinsberg. Wie die Obduktion ergeben hatte, wurde die junge Frau Opfer eines Gewaltverbrechens, ihre Identität war zunächst unklar.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde Alexandra B. zuletzt am Dienstag, 3. Juni, lebend gesehen, sagte der Aachener Oberstaatsanwalt Robert Deller gestern. An diesem Tag hielt sie sich im Bereich des Hauptbahnhofs auf. Die Ermittler wissen allerdings nicht, aus welchem Grund sie dort war. Sie hoffen, dass Zeugen die Fragen beantworten können, ob sie hier einen Zug in Richtung Heinsberg nahm oder sich mit jemandem traf. Als sie gesehen wurde, war sie noch alleine unterwegs, sagte Deller. Gesucht werden auch Zeugen, die Alexandra B. später noch gesehen haben oder andere Hinweise machen können.

Zur Todesursache wurden auch gestern keine Angaben gemacht. Aus Ermittlungsgründen könne er das nicht preisgegeben, erläuterte der Oberstaatsanwalt. Allerdings widersprach er den Gerüchten, dass die 24-Jährige Opfer eines Sexualverbrechens geworden ist: "Dazu liegen uns keine Anhaltspunkte vor."

Die junge Frau war laut Deller nicht verheiratet und lebte bei ihrer Familie, die sie auch als vermisst gemeldet hatte. Zunächst hatten die Ermittler die Daten der im Heinsberger Raum gesuchten Frauen mit denen des Opfers abgeglichen, was sie allerdings nicht weiter brachte.

Schließlich dehnten sie die Datenabgleiche auf Mönchengladbach und Düsseldorf aus und hatten Erfolg. Dabei waren die bei der Toten gefundenen Schmuckstücke, ein Ohrring und ein Fußkettchen, markante Merkmale. Die Identifizierung des Opfers hatte die Staatsanwaltschaft in den vergangenen Tagen mehrfach als wichtigen Schritt bei der Fahndung nach dem Täter genannt, denn "90 Prozent dieser Kapitalverbrechen sind Beziehungstaten", so Deller. Daher sei das persönliche Umfeld des Opfers für die Polizei sehr wichtig. Hier werden die Beamten nun weiter ermitteln. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt.

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