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Düsseldorf: Mord in Hassels: Gericht bestätigt Strafe

Düsseldorf : Mord in Hassels: Gericht bestätigt Strafe

Mehr als zwei Jahre nach den heimtückischen Morden an einem 82-jährigen Rentner und seiner 39-jährigen Tochter in Hassels hat der Bundesgerichtshof die Revision gegen das Urteil nun zurück gewiesen.

Damit bleibt der nun 57-jähriger Bordellbetreiber aus dem hessischen Burghaun lebenslänglich in Haft. Darüber hinaus wurde die besondere Schwere der Schuld fest gestellt. Damit ist eine Haftentlassung frühstens nach 18 Jahren möglich.

Ende Januar hatte das Düsseldorfer Landgericht den 57-jährigen Angehörigen der beiden Mordopfer verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er wegen eines Erbstreits im Sommer 2010 einen 23-jährigen Drogensüchtigen für den Mordauftrag an seinem Stiefvater (82) und seiner Halbschwester (39) angeheuert hatte. Der geständige Todesschütze wurde ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt.

Das Gericht war anhand von Indizien und Aussagen überzeugt, dass er die Tat geplant und mit dem Komplizen als Handlanger und Vollstrecker auch ausgeführt hat. Die Anwälte des 57-Jährigen hatten eine Verurteilung zur Höchststrafe als "Todesurteil" für den Herzkranken bezeichnet. Das komme einem "langsamen Verrecken" gleich, argumentierten die Verteidiger. Während der Verhandlung musste der Angeklagte mehrfach am Herz operiert werden, es gab Komplikationen mit einem Schrittmacher.

Wochenlang war der Mann verhandlungsunfähig. Er selbst hatte behauptet, er habe seine Familie nur erschrecken wollen, damit sie endlich zu ihm nach Hessen zieht. Darüber hinaus war er aber vor allem an dem Geld interessiert, dass seine Mutter ihm regelmäßig zukommen ließ. Die Staatsanwaltschaft sah darin das Motiv, Halbschwester und Stiefvater töten zu lassen.

(ila)