Schiff im Düsseldorfer Norden: Monkey‘s Island geht aufs Wasser

Schiff im Düsseldorfer Norden : Monkey‘s Island geht aufs Wasser

Mitte Juli legt auf dem Rhein Höhe Messegelände ein ganz neues Schiff an. Sein Name: Monkey‘s Island. Es setzt das Party-Konzept der erfolgreichen Insel fort, die im Oktober 2006 ihren Standort im Hafen räumen musste. Investitionskosten: rund 1,5 Millionen Euro.

Es wird der gleiche weiße Sand sein, der schon auf der Insel im Hafen lag. Es werden vermutlich auch ähnliche Beduinenzelte und Baldachins wieder aufgebaut wie auf der Insel. Der Unterschied des neuen Monkey‘s Island zum alten: Es kann schwimmen. 65 Meter lang und 16 Meter breit ist das Schiff, das zurzeit in einer Werft in Duisburg-Meiderich aus vier Schubleichtern zusammengesetzt wird.

Helge Achenbach, im richtigen Leben Kunsthändler, ist als Betreiber der alten Affen-Insel und der drei neuen Monkey‘s-Restaurant am Graf-Adolf-Platz auch im neuen Projekt der Initiator und Geldgeber. Rainer Wengenroth, sein Partner in den Monkey‘s Betrieben, ist ebenfalls mit an Bord. Neu dabei ist Sabine Reder: Mit der Agentur RubyBlue in Bilk sind sie und ihr Team bereits erfahren in der Vermarktung von Schiffs-Projekten. Sie waren sowohl beim Kinderschiff des Fernsehsenders Nick beteiligt als auch beim Persil-Schiff von Henkel. Achenbach, Wengenroth und Reder haben mit der Becks Brauerei einen Sponsor an der Seite, der das Schiff auch für eigene Zwecke mieten will, um es auf Deutschland-Tour zu schicken.

Platz für 1000 Gäste

Das Schiff bietet mit seinen mehr als 1000 Quadratmetern Platz für rund 1000 Gäste. Im unteren Deck ist zudem ein knapp 300 Quadratmeter großer Raum, der zusätzlich als Partylocation genutzt werden kann.

Das Konzept: Wenn das Schiff fest liegt, soll es gegen 12 Uhr öffnen. Achenbach ist sich sicher, dass dann wieder Eltern mit Kindern, Schüler und Studenten aufs Schiff kommen. Der Abend soll dann genauso werden wie auf der Insel im Hafen: leichte Chill-Musik, entspannte Atmosphäre, keine Sperrstunde. Auf dem Schiff werden Bars und Grillstationen aufgebaut, an denen leichte Snacks angeboten werden. Wird Eintritt auf dem Schiff genommen? Achenbach und Wengenroth wissen es noch nicht. Auf der Insel mussten sie irgendwann Eintritt nehmen, damit die Sandfläche nicht übervoll wurde.

Das Monkey‘s-Schiff soll aber auch auf Tour gehen: Dann wird ein Schubschiff angedockt und Kurs auf Köln, Neuss oder Krefeld genommen. "Wir können mit dem Schiff sogar bis nach Berlin”, so Reder. "Nur München können wir nicht ansteuern.”

30 bis 40 Mitarbeiter sollen an Bord arbeiten. Bedingung: Sie müssen nautisch geschult sein, um zum Beispiel das Schiff auch vertäuen zu können. Mit dem neuen schwimmenden Monkey‘s-Projekt sind zunächst weitere Pläne für Düsseldorf auf Eis gelegt. In Neuss aber will das Achenbach-Team mit der Diskothek Tribehouse in der Kiesgrube im Hafen eine Partystätte organisieren.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das war das Monkey's Island in Düsseldorf

(RP)
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