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Düsseldorf: Mola Adebisi soll Geldstrafe für Verkehrsdelikte zahlen

Düsseldorf : Mola Adebisi soll Geldstrafe für Verkehrsdelikte zahlen

10.000 Euro Strafe soll TV-Moderator Mola Adebisi (41) wegen drei Verkehrsdelikten zahlen. Den Erlass eines schriftlichen Strafbefehls über 100 Tagessätze zu je 100 Euro gegen den Sänger, Schauspieler und Moderator hat die Staatsanwaltschaft nach Informationen unserer Redaktion jetzt beim Amtsgericht beantragt.

Der Anwalt des TV-Stars war für eine Stellungnahme am Mittwoch nicht zu erreichen. Zu Jahresanfang soll der Verteidiger aber erklärt haben, Adebisi habe monatelang nicht mal geahnt, dass ihm die Fahrerlaubnis entzogen, ihm das Autofahren also untersagt war. Ob das Gericht den beantragten Strafbefehl erlässt oder vorher eine mündliche Verhandlung ansetzt, ist noch ungewiss.

Bei drei Fahrten soll das Multitalent mit der markanten Rasta-Frisur den Entzug seiner Fahrerlaubnis erst fahrlässig, dann sogar vorsätzlich ignoriert haben. So sei er im September 2013 am Steuer an der Toulouser Allee mit 96 km/h erwischt worden. Dort gilt Tempo 50.

Wenig später soll er auf der A3 Richtung Köln durch Schlangenlinien aufgefallen sein, weil er als Fahrer mit dem Handy telefoniert, mit der anderen Hand dabei gestikuliert haben soll, also freihändig gefahren sei, so der Vorwurf.

Und beim dritten Vorfall sei er in Duisburg erneut am Steuer erwischt worden - obwohl ihm längst klar gewesen sein müsse, dass seine Fahrerlaubnis entzogen wurde.

Der 41-Jährige, der durch etliche Auslandsaufenthalte auch für seinen Anwalt schwer zu erreichen sein soll, hat sich dazu selbst noch nicht geäußert. Über seinen Verteidiger ließ er aber vortragen, er habe nicht gewusst, dass ihm die Fahrerlaubnis entzogen wurde, ein amtliches Schreiben darüber habe er nie erhalten.

Da er sein Führerscheindokument bei den jetzt vorgeworfenen Taten stets noch zur Hand gehabt habe, sei Adebisi von einem "Systemfehler" bei der Polizei ausgegangen. Denn erreicht hätten ihn angeblich nur amtliche Briefe, in denen er zu einer Teilnahme an Seminaren zum Punkteabbau aufgefordert wurde. Dass seine Fahrerlaubnis entzogen wurde, habe er nicht mal geahnt. Falls das Amtsgericht die beantragte Strafe verhängt, kann der TV-Moderator dagegen noch Einspruch einlegen und die Verurteilung dann in öffentlicher Verhandlung angreifen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: TV-Moderator Mola Adebisi bei Gericht in Düsseldorf

(wuk)