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Düsseldorfer Nachwuchsdesigner: Mode-Studenten zeigen ihre Werke

Düsseldorfer Nachwuchsdesigner : Mode-Studenten zeigen ihre Werke

Sie ist jedes Jahr der wichtigste Termin für die Mode-Studenten des Düsseldorfer Design Departments, Akademie für Mode und Kommunikation: die große Abschluss-Modenschau im Stahlwerk.

Ein ganzes Semester lang haben sie Konzepte geschrieben, Kollektionen entworfen und Kleider genäht nur für diesen einen Moment, wenn das Model mit der eigenen Kreation für ein paar Sekunden über den Laufsteg schreitet.

Auch am Freitag zeigten wieder rund 70 Studenten, was sie in den vergangenen Monaten gelernt und geleistet haben. "Die Show ist in erster Linie für unsere Absolventen eine Job-Börse. Sie zeigen hier ihre Abschluss-Kollektionen und Vertreter aller großen Modefirmen wie Esprit und P&C sind da und sehen sie", erklärt Gabriele Orsech, Leiterin des Design Departments.

2009 hat die ehemalige Leiterin der Akademie für Mode und Design (AMD) die private Modeschule gegründet. Mit der Show am Freitag verabschiedete sie ihren vierten Absolventen-Jahrgang. Insgesamt neun Outfits mussten die zehn Absolventen dabei präsentieren, samt zugehörigem Konzept und Multimedia-Installation, die vorab im Design Department ausgestellt wurden.

Alle Jung-Designer haben dabei bereits ihre ganz eigene Handschrift entwickelt. Düster und verstörend wirkten zum Beispiel die Kleider von Sebastian Theo Pierkes. "Pangaea" heißt seine Kollektion und beschäftigt sich mit der Idee vom Aussterben der Menschheit. Seine dunklen Kreationen hatte der 27-Jährige deshalb mit Sturmmasken kombiniert, die die Models auf dem Kopf tragen. "Ich will die Menschen damit anonymisieren", erklärt Pierkes. Nach dem Abschluss will der Designer jetzt erst einmal reisen und an seiner nächsten Kollektion arbeiten. "Außerdem werde ich mich um Jobs bewerben", sagt er.

Doch nicht nur die Absolventen, sondern die Studenten aller Semester zeigten am Freitag ihre Werke. Für die 21-jährige Sarah Lüth war es die erste Modenschau. Im ersten Semester mussten sie und ihre Kommilitonen einen Rock designen. "Ich habe mich total auf heute gefreut. Leider habe ich nicht mitbekommen, wie mein Rock vorgeführt wurde, weil wir hinter dem Laufsteg beim Anziehen helfen müssen", sagt sie. Das fünfte Semester zeigte derweil ein Kostümbild, die Studenten des dritten und vierten Semesters präsentierten Kollektionen.

(lai)