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Mobilität in Düsseldorf: E-Scooter-Verleiher wollen besser aufräumen

Mobilität in Düsseldorf : E-Scooter-Verleiher wollen besser aufräumen

Die Stadt Düsseldorf hat mit fünf Sharing-Anbietern eine Vereinbarung getroffen, um den Verkehr mit den elektrischen Tretrollern besser zu organisieren. Dazu gehören konkrete Vorgaben für mehr Ordnung, aber auch für die Anbindung an die Rheinbahn.

Die Stadt Düsseldorf sowie fünf Verleiher von E-Scootern haben eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet, die weitere Verbesserungen für die Nutzung und weniger wildgeparkte Roller zur Folge haben soll. Kostenpflichtiger Inhalt Diese neuen partnerschaftlich vereinbarten Strategien gehen über die in der neuen Sondernutzungssatzung vorgegebenen Regeln wie eine neue Obergrenze, unterschiedliche Zonen und höhere Gebühren hinaus.

Unterzeichnet haben die Vereinbarung mit einer Reihe von konkreten Eckpunkten die Anbieter Bird, Bolt, Lime, Tier und Voi, die alle in der Landeshauptstadt präsent sind. „Darin bekunden die Unternehmen, dass sie mit der Landeshauptstadt Düsseldorf eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten wollen", sagt Mobilitätsdezernent Jochen Kral.

 An vorderster Stelle geht es erneut um den Versuch, mehr Ordnung bei den immer wieder ordnungswidrig und behindernd abgestellten Sharing-Fahrzeugen herzustellen. Gelingen soll das, in dem die Anbieter möglichst Festangestellte einsetzen, die vor allem die Sharing-Stationen im Blick halten und dort aufräumen. Hintergrund:  In der City dürfen ab März nur noch 1800 Roller unterwegs sein, die zudem auf festgelegten Abstellflächen geparkt werden müssen. Davon soll es rund 100 geben. Auch Schwerpunktkontrollen sollen von den Anbietern an diesen Orten durchgeführt werden.

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Für die Beseitigung von im Weg liegenden oder stehenden Rollern geben sich die Anbieter sogar eine Zeit vor: Bei Beschwerden soll der Missstand innerhalb von anderthalb Stunden beseitigt werden. Die Stadt kündigt zudem an, dass im Rahmen einer Ordnungspartnerschaft zwischen Verleihern, Stadt und Polizei gemeinsame Aktionstage zur Fahrsicherheit angeboten werden sollen.

Auch eine bessere Integration in den Verkehr ist angestrebt, vor allem als Ergänzung zum ÖPNV. So sollen die Sharing-Unternehmen Ausleihen in der Redy-App der Rheinbahn möglich machen. Zudem sollen E-Scooter „an allen Bahnhöfen und an ausgewählten ÖPNV-Haltepunkten stationsbasiert angeboten“ werden. Die Stadt kündigt an, bis Ende des Jahres 50 Parkzonen zu diesem Zweck einzurichten.

Auch Umweltaspekte sind berücksichtigt. So sollen die Unternehmen zukünftig nur noch E-Scooter mit wechselbaren Akkus einsetzen. Für den Transport der Scooter, etwa um sie zu reparieren oder sie den Obergrenzen pro Zone entsprechend in der Stadt zu verteilen, sollen bis 2023 ausschließlich emissionsarme Fahrzeuge eingesetzt werden. Bis Ende dieses Jahres soll das zu 50 Prozent umgesetzt sein.

Vorausgegangen war dem Letter of Intent eine Sondernutzungssatzung mit neuen Vorgaben, die ab März gelten sollen. Ab diesem Zeitpunkt gilt eine Obergrenze von 8400 Sharing-E-Scootern  in Düsseldorf, im vergangenen Jahr waren es knapp 13.000. Es werden drei Zonen für den Betrieb eingeführt. In den Bezirken Altstadt, Carlstadt und Stadtmitte sind dann noch 1800 Fahrzeuge erlaubt. In den innenstadnahen Stadtteilen Pempelfort, Golzheim, Derendorf, Mörsenbroich, Düsseltal, Flingern-Nord, Flingern-Süd, Oberbilk, Friedrichstadt, Unterbilk, Bilk, Niederkassel und Oberkassel liegt die maximale Flottengröße bei 4900. Darüber hinaus sind noch 1700 weitere Roller zugelassen. Abseits der Innenstadt können die Roller zumeist immer noch frei am Rand des Straßenraums, ohne feste Parkzonen, abgestellt und ausgeliehen werden.