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Düsseldorf: Mit Gottes Segen auf zwei Rädern unterwegs

Düsseldorf : Mit Gottes Segen auf zwei Rädern unterwegs

Nach der Fahrradsegnung am Morgen nahmen gestern Nachmittag tausende Radler an der Sternfahrt des ADFC teil.

Die Zeremonie dauerte nur fünf Minuten, doch für die Besucher der ersten Fahrradsegnung an der Andreaskirche wird die Teilnahme womöglich lebenslanges Glück bedeuten. Denn die fast 100 Radfahrer sind fortan stets mit Gottes Segen unterwegs. Wer auf Nummer sicher gehen wollte, erhielt zusätzlichen Schutz durch einen Segensaufkleber auf dem Rahmen "Die Autosegnung zu Ferienbeginn ist ebenso bekannt wie beliebt. Aber in Düsseldorf sind auch täglich mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs, daher dachten wir, dass würde die Leute interessieren", erklärte Pater Thomas Müller die Idee der Dominikaner.

 Aus halb NRW waren die Radfahrer gestern zur Abschlusskundgebung angereist.
Aus halb NRW waren die Radfahrer gestern zur Abschlusskundgebung angereist. Foto: hans-jürgen bauer

Zwar waren auch Inliner und Skateboardfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer eingeladen gewesen, doch die Radfahrer blieben unter sich. Gut erkennbar war, wer am gestrigen Sonntag noch eine Tour vor sich hatte, denn die aktiven Radler drängten im Sportdress nach vorne, um ja etwas von dem Weihwasser abzubekommen, während die Zweiradfahrer in Zivil geduldig am Rande auf ihre Portion Segen warteten. Mit einem Konzert der Fahrradklingeln beendeten die Teilnehmer der Segnung die Zeremonie.

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Aus den knapp 100 wurden am Nachmittag dann mehrere Tausend Radfahrer, die an der Sternfahrt des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) teilnahmen. Von mehr als 40 Punkten in NRW, von Geldern bis Bergisch Gladbach, von Dortmund bis Köln wurde die elfte Sternfahrt eingeläutet, am Johannes-Rau-Platz wurde schließlich noch die 18 Kilometer lange Abschlussrunde aller Teilnehmer gestartet.

Was wie ein launiger Sonntags-Ausflug wirkte, hatte jedoch einen durchaus ernsten Hintergrund, proklamiert der ADFC seine Sternfahrt doch als Demonstration für ein fahrradfreundliches NRW. Unter dem Motto "Stadt. Rad. Luft!" sollte hervorgehoben werden, dass nur, wer regelmäßig auf zwei Rädern unterwegs ist, auch wirklich etwas für die gute Luft in seiner Stadt unternimmt. Einen besonderen Stellenwert genossen gestern die Vorzüge des Lastenrades. Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des ADFC, ist bei fast 40.000 Mitgliedern jedenfalls überzeugt, "dass unsere Stimme Gewicht im Land hat".

(arc)