Düsseldorf: Mit der Barbie zurück in die Kindheit

Düsseldorf : Mit der Barbie zurück in die Kindheit

Anhänger der legendären Spielzeug-Puppe trafen sich in Unterrath. Die teuersten Modelle liegen bei 3000 Euro.

Wie in einer anderen Welt versunken schlendern Besucher über die Fashion Doll Convention im TUS Treff in Unterrath. Groß ist die Freude, wenn jemand ein lang gesuchtes Barbie-Modell oder ein bestimmtes Kleid findet. Aussteller aus Deutschland, Holland und der Schweiz bieten bei der Börse alles um die berühmte Puppe an. Aber auch Figuren anderer Hersteller wie die Disney-Prinzessinnen sind vertreten.

Organisiert wird die Convention von Astrid Geskes und Bettina Dorfmann. "Wir haben hier alles von den Sammler-Barbies aus den frühen 60-ern bis zu modernen Modellen", berichtet Dorfmann. Die Preisspannen sind immens. Einfache Puppen gibt es für wenige Euro. Das teuerste Modell liege heute bei 3000 Euro, sagt Dorfmann, die mit ihrer Barbie-Sammlung im Guinness-Buch der Rekorde steht. Auch für Originalkleidung in gutem Zustand müssen Sammler schon mal mehrere hundert Euro investieren.

"Ich finde die Messe ganz toll. Allerdings wird man hier auch immer wieder verführt. Da muss man schon ein wenig auf das Geld achten", findet Daniela Böhle. Seit 1992 sammelt sie Fashion Dolls. Rund 300 Puppen hat sie inzwischen. Eine Pocahontas-Figur ist heute dazugekommen. "Ich weiß kaum noch, wo ich die alle unterbringen soll", sagt die 62-Jährige lachend. Sie hat auch noch eine Roboter-Sammlung. Ihre Liebe zur Barbie begann in der Kindheit. "Als ich so fünf oder sechs war, haben meine Schwester und ich monatelang nach einer Barbie gefiebert. Unsere Oma hat sie uns dann geschenkt" erinnert sich die Unterratherin. Die Puppe ihrer Schwester hat sie heute noch. "Die Midge Nr.2, das ist immer noch meine Lieblingsbarbie", erzählt Böhle. "Mit den alten Modellen kann man sich ein wenig seine Kindheit zurückholen", sagt sie lächelnd.

Dagmar Krutoff ist aus einem anderen Grund gekommen. "Ich fotografiere Barbie-Gesichter und zeige sie in meiner Barbie-Galerie im Internet", erzählt sie. Auch wenn es nur rund 20 echte Barbiegesichter gebe, könne man darunter unzählige Variationen finden. "Viele haben zwar den gleichen Kopf, aber eine andere Frisur, Make-up oder auch Hautfarbe", erklärt Krutoff. "Die Jagd nach Versionen die ich so noch nicht gesehen habe, ist einfach spannend", so die Willicherin.

(RP)
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