Düsseldorf: Mindestens sechs Bürger sterben bei Grippewelle

Düsseldorf: Mindestens sechs Bürger sterben bei Grippewelle

Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle ist überschritten. "Seit Wochenbeginn geht die Zahl der Patienten deutlich zurück", sagt Mareike Dietzfelbinger, Sprecherin des Evangelischen Fachkrankenhauses in Bilk. Rückläufige Krankmeldungen verzeichnen auch die Stadt ("Geschäftsbetrieb wie üblich"), die Rheinbahn ("es entspannt sich") sowie die meisten Schulen. Wie ernst die Krankheitswelle in diesem Jahr verläuft, belegen aktuelle Zahlen des Gesundheitsamts.

Danach starben im Februar und März sechs Düsseldorfer im Alter von 13 bis 88 Jahren nachgewiesenermaßen am Influenzavirus Typ A (zwei Fälle) beziehungsweise Typ B (vier Fälle). "Allein in den letzten drei Kalenderwochen gab es für Düsseldorf 717 Influenza-Meldungen", sagt Klaus Göbels, Leiter des Gesundheitsamtes. Freilich liege die Zahl der Erkrankungen deutlich höher. "Um Influenza nachzuweisen, bedarf es eines Abstrichs.

Und der wird längst nicht immer gemacht", sagt Göbels. Die jüngst Verstorbenen hätten unter Vorerkrankungen gelitten oder seien älter als 70 Jahre gewesen. Der Mediziner warnt vor Leichtfertigkeit: "Die Grippe zählt zu den meist unterschätzten Erkrankungen überhaupt. Umso wichtiger ist es, sich impfen zu lassen."

(jj)