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Düsseldorf: Mieterin soll Klingelbrett zerstört haben

Düsseldorf : Mieterin soll Klingelbrett zerstört haben

Ein defektes Klingelbrett, das an einem Mietshaus in Flingern für 530,26 Euro ersetzt werden musste, beschäftigt jetzt die Justiz. Als Zerstörerin gilt nämlich eine Mieterin (53), der wegen Sachbeschädigung 1200 Euro Strafe aufgebrummt worden waren.

Doch dagegen verwahrt sich die Frau, zog gestern schimpfend vors Amtsgericht. Im Streit mit Nachbarn im Haus habe sie nachts zwar geklingelt, aber nicht die ganze Klingelanlage dadurch zerstört. Um zu klären, wie der Schaden am Klingelbrett zustande kam, setzt der Richter den Prozess um in zwei Wochen fort.

Es gab Ärger mit einer Nachbarsfamilie, gibt die Angeklagte zu. Dauernd sei nämlich ihr Briefkasten verbogen gewesen - und als Verdächtige kämen nur jene Nachbarn in Frage. Als sie zu Jahresanfang spätnachts um 3.30 Uhr von einer Gassi-Runde mit dem Hund zurückkam, habe sie neue Beulen an ihrem Briefkasten entdeckt. "Da habe ich kurz bei diesen Nachbarn geklingelt, die kamen auch gleich ans Fenster."

Also habe sie mit der Verwüstung des Klingelbretts "nichts zu tun", wolle weder eine Geldstrafe dafür hinnehmen, noch ihre Kündigung, die der Vermieter nach 13 Jahren ausgesprochen habe. Zumal die Klingelanlage seit jeher defekt gewesen sei. Darüber legte die Angeklagte eine Unterschriftenliste anderer Hausbewohner vor. Und die (inzwischen per Zwangsräumung umgesiedelte) Nachbarin, die angeblich ihren Briefkasten verbeult habe, soll einer anderen Bekannten noch anvertraut haben: "Wenn wir ausziehen müssen, mache ich vorher noch die Klingelanlage kaputt und hänge das der Nachbarin an!"

Dazu will der Richter jetzt die Bekannte und deren Mann befragen, bevor er sich ein Urteil bildet.

(wuk)