Bilanz des Handelskonzerns: Metro: Gewinn soll 2010 steigen

Bilanz des Handelskonzerns: Metro: Gewinn soll 2010 steigen

Auch der Düsseldorfer Handelskonzern Metro hatte im vergangenen Jahr Rückgänge zu verzeichnen. Der Umsatz des größten Deutschen Handelskonzerns ist 2009 um 3,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro gesunken, das teilte das Unternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz mit.

Dennoch habe das Unternehmen dank seines Restrukturierungsprogramms im vergangenen Jahr dem weltweiten Wirtschaftseinbruch getrotzt. Währungsbereinigt seien die Erlöse um 0,2 Prozent gestiegen. Stark rückläufig sei der Umsatz in Osteuropa gewesen. In Deutschland seien die Erlöse nur leicht zurückgegangen.

Das Ergebnis (Ebit) vor Sonderfaktoren sank den Angaben zufolge um 198 Millionen auf 2,0 Milliarden Euro, lag damit aber leicht über den Markterwartungen. Das Nettoergebnis fiel von 401 Millionen auf 383 Millionen Euro, bereinigt um Sonderfaktoren stieg es hingegen um 21,4 Prozent auf 686 Millionen Euro. Die Aktionäre des DAX-Konzerns sollen eine unveränderte Dividende von 1,18 Euro pro Stammaktie erhalten. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern einen spürbaren Anstieg des Ergebnisses. Der Kurs der Metro-Aktie legte am Morgen deutlich zu.

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Das im Januar 2009 gestartete Effizienz- und Wertsteigerungsprogramm Shape 2012 trug den Angaben zufolge 208 Millionen Euro zum Ergebnis bei. Mit dem Programm habe Metro im abgelaufenen Jahr einen großen Teil der krisenbedingten Effekte im Ergebnis kompensiert, sagte der Vorstandsvorsitzende Eckhard Cordes. Insgesamt habe der Konzern das Jahr 2009 erfolgreich abgeschlossen und sei gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen.

Die Vertriebslinien Real, Media Markt und Saturn und Galeria Kaufhof sowie das Immobiliensegment hätten das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Dagegen habe die Großhandelssparte Metro Cash & Carry, die am stärksten unter Wechselkurseffekten gelitten habe, das Vorjahresniveau nicht erreicht. Metro ist nach eigenen Angaben in 33 Ländern tätig und beschäftigt rund 290 000 Mitarbeiter.

(DDP/efie)