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Investition in Bildung: Mehr Technik an Schulen

Investition in Bildung : Mehr Technik an Schulen

Seit mehr als zehn Jahren investiert die Stadt intensiv in die technische Ausstattung von Schulen. Internet ist in allen Einrichtungen mittlerweile verfügbar. Und auch Beamer, Laptops und digitale Tafeln verbreiten sich.

Die Internationale Schule Düsseldorf (ISD) hat städtischen Schulen im Bereich Technik und Medien einiges voraus. In etwa 80 Klassenräumen gibt es digitale, interaktive Tafeln, auf denen die Lehrer mit ihren iPads oder Computern Inhalte aufrufen können. Die 1100 Schüler (Grundschule bis zwölfte Klasse) können an diesen Tafeln schreiben, nur eben nicht mit Kreide, sondern mit elektronischen Stiften. Zusätzlich hat die Schule acht Klassenräume mit jeweils 23 Computern und einem Beamer ausgestattet.

Natürlich befindet sich die ISD in einer besonderen Lage, denn die Technik finanziert sie aus den Schulgeldern der Schüler. Doch auch die technische Ausstattung der städtischen Schulen hat sich in den vergangenen zehn Jahren verbessert. In den 88 Grundschulen ist jeder Klassenraum mit einem mobilen Internet-Arbeitsplatz bestehend aus PC, Monitor, Lautsprecher und Drucker ausgestattet - in Summe 750 Einheiten. Udo Kempers vom Schulverwaltungsamt ist Sachgebietsleiter der "E-School". Er sorgt mit seinen Kollegen dafür, dass die Schulen ans Internet angeschlossen und technisch ausgestattet werden. "Das nächste Ziel ist, die Bandbreite, also die Geschwindigkeit des Internets, zu erhöhen", erklärt er.

Seit mehr als zehn Jahren investiert die Stadt intensiv in die technische Ausstattung von Schulen. Internet ist in allen Einrichtungen mittlerweile verfügbar. Und auch Beamer, Laptops und digitale Tafeln verbreiten sich. An der ISD gibt es im gesamten Schulgebäude einen kabellosen Zugang zum Internet. Die Schule bietet ein Medientraining im Unterrichtsfach "Information Technology". Hier lernen die Schüler unter anderem den sicheren und bewussten Umgang mit dem Internet. Um die Kinder vor schädlichem Material aus dem Internet zu schützen, werden an den städtischen Schulen Router eingesetzt, die den Zugang auf bestimmte Webseiten sperren. "Die Router verhindern die größten Schweinereien", sagt Informatiker Kempers. "Letztlich tragen aber die Lehrer die Verantwortung."

Doch nicht nur das Internet ist wichtig für den Unterricht. Kreidetafel, Overheadprojektor und Beamer weichen peu à peu modernen Varianten: Insgesamt sind in den 160 städtischen Schulen 8500 Rechner, 2000 Beamer und 110 digitale Tafeln im Einsatz. "Natürlich gibt es die Vision, dass jeder Schüler einen eigenen Computer hat", erläutert Kempers. Doch hier stellt sich die Frage der Finanzierung. Man könne von den Eltern nicht verlangen, dass sie ihren Kindern solche Geräte verpflichtend kaufen. An der ISD ist das einfacher: "Wir diskutieren zurzeit, ob wir die Sechstklässler ab nächstem Schuljahr verpflichten, sich einen Laptop anzuschaffen", sagt Patrick D?Arcy, Leiter der IT-Abteilung. Im jetzigen Schuljahr wurden die rund 100 Fünftklässler mit Macbooks ausgestattet, die sie allerdings nach Schulschluss in der Schule lassen müssen. "Wir testen gerade, inwieweit wir das für andere Klassen ausweiten", so D'Arcy.

Langfristig ist auch Kempers Ziel, dass analoge Geräte wegfallen und die Lehrbücher digital vorliegen