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Mehr Stellplätze für Autos und Räder in Düsseldorf

Verkehrswende in Düsseldorf : Mehr Stellplätze für Autos und Räder

Rheinbahn und Stadt wollen mehr Park & Ride-Plätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an Haltestellen schaffen. Die bestehenden Angebote sind zu einem großen Teil voll ausgelastet.

Viele Stellplätze für Fahrräder und Autos an Haltestellen der Rheinbahn sind voll ausgelastet. Das geht aus Daten hervor, die die Stadt auf Anfrage der Linken im jüngsten Ordnungs- und Verkehrsausschuss vorgestellt hat. Weitere Park & Ride- sowie Bike & Ride-Anlagen in der Stadt und im Umland sind in der Planung. Der Überblick:

Daten Anfang 2017 hat die Rheinbahn eine Bestandsaufnahme aller P&R- und B&R-Anlagen an ihren Haltestellen gemacht. Ergebnis: Besonders die Fahrradplätze waren oft voll ausgelastet oder sogar überlastet. Beispiele dafür sind die Anlagen an den Haltestellen Aachener Platz, Barbarossa- und Belsenplatz im Linksrheinischen, an Dreieck und Engerstraße, Heine-Allee, Uhlandstraße und Wittlaer. Eine geringe Auslastung gab es dagegen an Freiligrathplatz, Kalkumer Schlossallee, Südpark und an der Vennhauser Allee. Bei den P&R-Anlagen ist die Auslastung am Gerresheimer Krankenhaus und am Südfriedhof „sehr hoch“, an der Bergischen Landstraße „mittel“ und am Staufenplatz „gering“.

Park & Ride-Anlagen Um ein Diesel-Fahrverbot zu vermeiden, sollen möglichst viele Pendler nicht mehr mit dem Auto nach Düsseldorf hineinfahren, sondern es zum Beispiel außerhalb der Stadt abstellen und mit Bus und Bahn zur Arbeit fahren. Dazu soll es im Umland mehr Park & Ride-Plätze geben. Ende Januar hat die Stadt dazu erste Gespräche mit den Umlandgemeinden aufgenommen. Die Rheinbahn plant zudem Anlagen am ISS Dome, am Flughafen-Bahnhof sowie am S-Bahnhof in Gerresheim. Außerdem prüft sie, ob die Plätze an den Haltestellen Staufenplatz, Benrath S und Rath S erweitert werden können.

Bike & Ride-Anlagen Die Stadt „prüft an zentralen Bahnhöfen die Erweiterung des Bike & Ride-Angebotes“, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der Linken. Zum Beispiel wird am S-Bahnhof in Bilk ein Fahrradparkturm mit 120 Plätzen geplant, in Benrath wird im Zusammenhang mit dem RRX-Halt eine Machbarkeitsstudie für eine Radstation erstellt und am Hauptbahnhof prüft die Stadt zusammen mit der Deutschen Bahn den Bau einer großen Fahrradabstellanlage. 13 Fahrradboxen erhält der S-Bahnhof Hamm. Auch die Rheinbahn will ihr B&R-Angebot ausweiten: Überlegungen gibt es zu Anlagen an den Haltestellen Aachener Platz, Barbarossaplatz, Burgmüllerstraße, Holthausen, Werstener Dorfstraße, Wittlaer und Klemensplatz. Ein Konzept dazu soll bald der Politik vorgelegt werden. Ebenso sind Abstellplätze in den Nachbarstädten geplant. Aktuell ist die Nutzung von Parkplätzen und Fahrradsständern an den meisten Haltestellen kostenlos. Nur bei abschließbaren Fahrradanlagen werden Gebühren erhoben.