Zusätzliche Mitarbeiter: Mehr Schutz am Hauptbahnhof

Zusätzliche Mitarbeiter: Mehr Schutz am Hauptbahnhof

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Wochen ihre Sicherheits-Maßnahmen auch am Düsseldorfer Hauptbahnhof verstärken. So wird die Zahl der hauseigenen Einsatzkräfte landesweit in Ballungsräumen um 25 Mitarbeiter erhöht – wie viele davon nach Düsseldorf kommen, steht noch nicht fest. "Wir wollen unseren Fahrgästen ein besseres Sicherheitsgefühl geben und setzen mit unseren Präsenzkräften auf Prävention", erklärte gestern ein Bahn-Sprecher.

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Wochen ihre Sicherheits-Maßnahmen auch am Düsseldorfer Hauptbahnhof verstärken. So wird die Zahl der hauseigenen Einsatzkräfte landesweit in Ballungsräumen um 25 Mitarbeiter erhöht — wie viele davon nach Düsseldorf kommen, steht noch nicht fest. "Wir wollen unseren Fahrgästen ein besseres Sicherheitsgefühl geben und setzen mit unseren Präsenzkräften auf Prävention", erklärte gestern ein Bahn-Sprecher.

Ausbildung und Kameras

Dabei handelt es sich um speziell ausgebildete Sicherheitsexperten. Jedoch sollen auch die eigenen Mitarbeiter darin geschult werden, brenzlige Situationen im und am Hauptbahnhof zu erkennen und zu entschärfen. "Damit es gar nicht erst zu Konflikten kommt", so der Sprecher. Außerdem wird die Deutsche Bahn Gelder aus dem Konjunkturpaket nutzen, um beispielsweise neue Überwachungskameras zu installieren. Die Erfahrung lehre, so der Sprecher, dass schon die Inbetriebnahme von solchen Geräten, die kriminalistischen Fallzahlen sinken ließe.

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Einen aktuellen Anlass für die Verstärkung der Vorkehrungen gebe es laut den Verantwortlichen der Bahn derzeit nicht. Eher im Gegenteil. "Polizeistatistiken belegen, dass es viel wahrscheinlicher ist, an Orten des öffentlichen Raums Opfer einer Straftat zu werden als bei der Bahn", sagt Vorstandmitglied Gerd Becht. Demnach kommt an den Bahn-Einrichtungen auf 100 000 Kunden ein Rohheitsdelikt — auf die gleiche Anzahl Einwohner der Bundesrepublik dagegen 1500 Fälle. "Jeder Zwischenfall ist einer zuviel", so Becht. "Deswegen setzen wir zusätzliches Personal ein."

Rund 160 Millionen Euro investiert die Bahn jährlich in die Sicherheit der Fahrgäste und Belegschaft. An großen Bahnhöfen ist neben dem eigenen Personal auch die Bundespolizei für Ordnung und Schutz zuständig. Gerade am Wochenende zählen die Düsseldorfer Beamten pro Streife bis zu 30 Einsätze, sagt Sprecher Stefan Beckmann. Die Bandbreite der Delikte reicht vom Schwarzfahren bis hin zu schwerer Körperverletzung.

(RP)