Düsseldorf: Mehr Radwege für die Stadtmitte

Düsseldorf : Mehr Radwege für die Stadtmitte

In der Bezirksvertretung 1 sehen alle Parteien Optimierungsbedarf für Radfahrer. Gerade bei Toulouser Allee und Kaiserstraße gehen die Meinungen aber auseinander.

Es war eines der beherrschenden Themen in den Sondierungsgesprächen im Vorfeld der neu gebildeten Kooperation zwischen SPD, Grünen und dem Linken-Vertreter in der Bezirksvertretung 1: In der Stadtmitte fehlt es an Radwegen, darin waren und sind sich alle Parteien einig. In der Schwerpunktsetzung gehen die Meinungen jedoch bisweilen auseinander.

So sieht Annette Klinke, Sprecherin der Grünen-Faktion, im Rahmen der Realisierung des zweiten Bauabschnitts des Kö-Bogens auf der Kaiserstraße nach einer Reduzierung auf vier Fahrspuren Bedarf und Platz für breite Radwege. "Auch der gut ausgebaute Radweg am südlichen Teil der Kölner Straße, der am Worringer Platz bisher im Nichts endet, sollte nach Norden über Kölner und Pempelforter Straße hinaus verlängert werden."

Diese Forderungen kann Marina Spillner von der SPD nur unterstreichen, die als ein weiteres Großprojekt die Errichtung eines beidseitigen Radweges auf der Toulouser Allee nennt - verbunden mit der Reduzierung auf insgesamt zwei Spuren für Fahrzeuge. "Das ist dort absolut ausreichend. Und eine solche Schnellverbindung wäre im Anschluss an die Norderweiterung bis zum Vogelsanger Weg für Radfahrer wirklich sinnvoll."

Eingang in die Kooperationsvereinbarung von Rot-Rot-Grün fand zudem die Forderung nach Radwegen auf Roßstraße und Klever Straße. Ebenfalls Bestandteil der Vereinbarung ist es, die geplanten neuen Radwege auf der Breiten Straße und der Kasernenstraße über die Heinrich-Heine-Allee in Richtung Westen zur Luegallee fortzusetzen.

In der Altstadt sieht der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Thorsten Müller dringenden Bedarf bei der Kasernenstraße: "Die Gefahr für Radfahrer ist dort aktuell einfach zu groß." Eine farbliche Abgrenzung auf der Fahrbahn hält er für ausreichend. Auch auf der Immermannstraße sei der Zustand alles andere als optimal.

Die ehemalige Bezirksvorsteherin Sabine Schmidt von der CDU hält bauliche Veränderungen für Radwege auf der Toulouser Allee für einen Schnellschuss: "Es ist genug Fläche für Radfahrer vorhanden." Bei der Kaiserstraße wiederum würde sie eine Testphase mit farblichen abgehobenen Radstreifen befürworten, wenn die Tunnel fertig sind, "ohne gleich immer für viel Geld Fahrspuren abzubauen oder Bordsteine abzusenken". Nach einem Jahr könne man sich mit Anwohnern zusammensetzen und Bilanz ziehen. "Es gibt da zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen: Messen, die Ferien, die Jahreszeiten. Da sollte man nichts übers Knie brechen", sagt Schmidt.

(RP)