Düsseldorf Mehr Platz für den Japan-Tag

Düsseldorf · Das Fest wird vor allem bei Jugendlichen immer beliebter. Weil es in diesem Jahr zeitweise am Rheinufer bedenklich voll und eine Sperrung nötig wurde, soll die Veranstaltung auf weitere Standorte ausgedehnt werden.

 Beim Japan-Tag wurde es in diesem Jahr am Rheinufer sehr eng. Zeitweise musste ein Einbahn-Regelung durchgesetzt werden.

Beim Japan-Tag wurde es in diesem Jahr am Rheinufer sehr eng. Zeitweise musste ein Einbahn-Regelung durchgesetzt werden.

Foto: Andreas Endermann

In Düsseldorf lebt die drittgrößte japanische Gemeinde Europas. Und diese Freundschaft wird seit 2002 jedes Jahr - meist im Mai oder Juni - mit einem Fest gefeiert, das längst zu den Höhepunkten im veranstaltungsreichen Kalender der Landeshauptstadt gehört. Besonders das beeindruckende Feuerwerk am Abend lockt die Massen ans Rheinufer und auf den Burgplatz. Der Japan-Tag ist aber auch Magnet für Fans der japanischen Anime-Trickfilmfiguren, dem bewegten Pendant zu den Manga-Comics. Entsprechend verkleidet strömen Zehntausende Jugendliche aus ganz Deutschland zu dem Japan-Event.

 Beim Japan-Tag wurde es in diesem Jahr am Rheinufer sehr eng. Zeitweise musste eine Einbahn-Regelung durchgesetzt werden.

Beim Japan-Tag wurde es in diesem Jahr am Rheinufer sehr eng. Zeitweise musste eine Einbahn-Regelung durchgesetzt werden.

Foto: Andreas Endermann

Rekorde wurden bei schönem Wetter 2014 und in diesem Jahr mit rund 750.000 Besuchern erreicht. Und da kann es ganz schön eng werden: Zu Spitzenzeiten werden auf der Veranstaltungsfläche bis zu 181.400 Menschen gleichzeitig gezählt, teilte Ordnungsdezernent Stephan Keller auf Anfrage der CDU im Stadtrat mit.

Am Unteren Rheinwerft und auf der Holzbrücke im Bereich des Alten Hafens sei es in diesem Jahr "temporär zu sehr hohen Personendichten und Stausituationen" gekommen. Zeitweise mussten deshalb Bereiche gesperrt und Besucherströme umgeleitet werden. Ähnlich mussten die Ordnungskräfte der Rheinbahn nach dem Feuerwerk an der übervollen U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee durchgreifen.

Wie in einem solchen Fall gehandelt werden muss, regelt das Sicherheitskonzept, das seit dem Loveparade-Unglück von Duisburg für alle Großveranstaltungen gilt. Stadt, Polizei und Rheinbahn treffen sich regelmäßig, um aus jeder Veranstaltung - wie jetzt bei der Größten Kirmes am Rhein - als Konsequenz Verbesserungen zu ziehen.

Japan-Tag 2016 endet in Düsseldorf mit tollem Feuerwerk
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So schön war das Feuerwerk zum Japan-Tag 2016

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Foto: dpa, mg vfd

"Ein Kernpunkt wird sein, die Veranstaltungsfläche auszuweiten", sagt Keller auf Anfrage unserer Redaktion. Denn die immer größere Menge Menschen könne nicht allein auf dem Burgplatz und dem schmalen Uferstreifen Platz finden. Wie beim anstehenden Fest zu 70 Jahren NRW und Landeshauptstadt Düsseldorf soll es künftig auch an anderen, nahegelegenen Standorten Angebote zum Japan-Tag geben. So lasse sich die Besucher-Masse besser verteilen. Details sollen in der Arbeitsgruppe Großveranstaltungen besprochen werden.

"Alles, was hilft, das zu entzerren, ist sinnvoll", sagt Polizeipräsident Norbert Wesseler. Er bestätigt auch, dass es dieses Mal beim Japan-Tag voller war als sonst. Das Sicherheitskonzept habe gut gegriffen, man habe relativ schnell reagiert. Die Probleme seien erkannt und müssten nun als Erfahrungen in ein verbessertes Konzept einfließen.

Beim Japan-Tag waren außer den Polizeibeamten noch 43 Mitarbeiter eines vom Veranstalter beauftragten Sicherheitsdienstes, 57 Kräfte des Sanitäts- und Rettungsdienstes, 13 Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes im Einsatz.

(dr)
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