Freilaufflächen: "Mehr Auslauf für Hunde"

Freilaufflächen : "Mehr Auslauf für Hunde"

Mit den Rheinwiesen gibt es in der Stadt eine große Auslauffläche für Hunde. Nachbarstädte bieten teilweise mehrere Gebiete: In Köln dürfen Hunde in Parks ohne Leine laufen, in Duisburg auch im Naherholungsgebiet.

Möchten Hundebesitzer ihr Tier ohne Leine laufen lassen, haben sie in Düsseldorf zwei Möglichkeiten: Entweder, sie gehen mit ihrem Hund zu einem der 32 eingezäunten Auslaufplätze in den Parks der Stadt. Oder sie besuchen die Rheinwiesen unterhalb des Deiches zwischen Löricker Jachthafen und Heerdter Krankenhaus. Das ist zu wenig Freilauffläche für eine Stadt wie Düsseldorf, kritisieren Hundehalter und fordern mehrere große Auslaufflächen wie die Rheinwiesen. In Nachbarstädte gibt es zum Teil mehr Möglichkeiten.

Mit mehr Gelassenheit sieht man das Thema in Köln. Dort können Hunde in ausgewiesene Freilaufflächen in Grünanlagen unangeleint ausgeführt werden. Anders als in der Landeshauptstadt sind diese nicht eingezäunt, sondern ganze Parkbereiche. 91 dieser Zonen gibt es stadtweit. "Wir haben mit diesem Prinzip gute Erfahrungen gemacht", sagt Manfred Kaune, Leiter des Kölner Grünflächenamts. Wer die Gegenwart von Hunden nicht möge, meide die ausgeschilderten Bereiche. Bei einem Verstoß gegen die Anleinpflicht, die zum Beispiel auch im Kölner Stadtwald gilt, müssen 30 Euro gezahlt werden.

Auch beim nördlichen Nachbarn Duisburg gibt es mehrere größere Flächen, auf denen Hunde ohne Leine laufen können. Alle Waldgebiete, die Sechs-Seen-Platte und die städtischen Rheinwiesen zählen dazu.

In drei Parks gibt es außerdem ausgewiesene Freilaufflächen. Wer seinen Hund außerhalb dieser Bereiche ohne Leine laufen lässt, muss 35 Euro Verwarngeld zahlen. "Dabei wird mit dem nötigen Augenmaß vorgegangen. Eine ältere Dame, deren Dackel bei Fuß läuft, wird nicht sofort zu Kasse gebeten", sagt Anja Huntgeburth, Sprecherin der Stadt Duisburg.

Die Auslaufflächen in Hilden sind vielen Düsseldorfern bereits bekannt. Viele Hundehalter besuchen die 50 000 Quadratmeter große Hundewiese am Jaberg. "Wegen der guten Anbindung kommen auch Besucher aus Wuppertal, Solingen und Haan", sagt Daniel Beier vom Hildener Ordnungsamt.

Aufgrund der Menge von auswärtigen Hundehaltern wurde Anfang April auch die Leinenpflicht im Stadtwald eingeführt. Ansonsten können die Tiere auf nicht bebautem Gebiet frei laufen. Verstöße gegen die Anleinpflicht werden mit zehn Euro geahndet.

In Düsseldorf ist eine Ausweitung der Freilaufflächen für Hunde zurzeit kein Thema — das Angebot sei ausreichend. "Mit der Rheinwiese hat Düsseldorf eine große zentrale Grünfläche, die andere Städte gerne hätten", sagt Ordnungsamtsleiter Michael Zimmermann, der selber Hundehalter ist.

(RP)