Düsseldorf: Mehr als fünf Millionen Euro für das Deutsche Tischtennis-Zentrum

Düsseldorf : Mehr als fünf Millionen Euro für das Deutsche Tischtennis-Zentrum

Das Deutsche Tischtennis-Zentrum (DTTZ) am Staufenplatz soll ausgebaut werden. Wie Spitzenbeamter Burkhard Hintzsche gestern im Sportausschuss mitteilte, hat das NRW-Sportministerium in einem "Letter of intent" seine Bereitschaft signalisiert, sich an der Finanzierung einer zusätzlichen barrierefreien Sporthalle (geschätzte Kosten: rund 5,4 Millionen Euro) zu beteiligen.

Die Mittel sollen bereits im kommenden Jahr fließen. Neben dem Bund (1,36 Mio. Euro) und dem Land (1,5 Mio. Euro) wird sich auch die Stadt mit 1,68 Millionen Euro an dem Projekt beteiligen. Das 2006 in Betrieb genommene DTTZ ist das nationale Leistungszentrum im deutschen Tischtennis. Es ist die Heimat der Damen- und Herrennationalmannschaft und bietet seit 2013 als paralympischer Schwerpunkt behinderten Leistungssportlern moderne Trainings- und Wettkampfbedingungen.

Die altersbedingte Schließung der baufälligen Staufenhalle vor fünf Jahren und die stets wachsende Bedeutung des DTTZ für den Tischtennis- und den Behindertensport hatten die Trainingssituation zuletzt deutlich verschlechtert. Hinzu komme, so Dezernent Hintzsche, dass für die Zukunft mehrtägige nationale und internationale Turniere im paralympischen Bereich geplant sind. Um das DTTZ weiter effizient nutzen so können, sei mindestens die Wiederherstellung der früheren Trainingskapazitäten geboten.

Ausschuss-Vorsitzender Burkhard Albes (SPD) hob "die große Bedeutung des Projekts für die Sportstadt Düsseldorf" hervor. Ratsherr Wolfgang Scheffler (Grüne) wollte wissen, ob bei einer Kostensteigerung (die Vorlage nennt bis zu 40 Prozent) die prozentualen Anteile von Stadt, Land und Bund gleich bleiben. Hintzsche gab sich zuversichtlich, den Kostenrahmen halten zu können. "Das ist ehrgeizig, aber machbar." Nach der Fertigstellung der Halle könnte die Stärkung des DTTZ weitergehen. Zumindest in der Planung wird der Bau eines Internats für NRW-Sportschüler vorausgedacht. Dieser Bauabschnitt würde noch einmal 5,6 Millionen Euro kosten. Der Ausschuss ließ die Vorlage einstimmig passieren.

(RP)
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