Düsseldorf: Mehr als fünf Millionen Ausleihen in der Bücherei

Düsseldorf : Mehr als fünf Millionen Ausleihen in der Bücherei

Die Stadtbüchereien ziehen Bilanz für 2017 und blicken nach vorn. Im Fokus: die neue Zentralbibliothek.

Digitalisierung, Umzug, die Bücherei als Aufenthaltsort neu gestalten - die Herausforderungen für die Düsseldorfer Stadtbüchereien sind vielfältig. Mit dem Status Quo ist Leiter Norbert Kamp aber auch zufrieden. Die Zahlen geben ihm Recht: Auch 2017 wurden wieder Millionen Medien ausgeliehen. Ein Überblick: Zahlen Mehr als fünf Millionen Ausleihen gab es im vergangenen Jahr in den Stadtbüchereien. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Damals waren die Ausleihen mit 4,97 Millionen Medien leicht rückläufig. Das Meiste wurde in der Zentralbibliothek ausgeliehen (2,2 Millionen). In den Stadtteilen war die Bücherei in Bilk am besten frequentiert, dort zählte man fast 89.000 Besuche. Mit rund 7500 Besuchen war die Bücherei in Hassels am schlechtesten besucht. 1,3 Millionen Menschen besuchten die Büchereien vergangenes Jahr insgesamt. Außerdem wurden 2,4 Millionen virtuelle Besuche beim Online-Angebot gezählt. Das ist ein Anstieg von 16,6 Prozent im Vergleich zu 2016. 11.110 Nutzer haben sich neu angemeldet.

Bürgerservice "Die Zufriedenheit unserer Nutzer ist der Schlüssel zum Erfolg", sagt Bücherei-Chef Norbert Kamp. Kundenwünsche, die aus der Befragung der Nutzer Ende 2016 genannt wurden, habe man daher bereits umgesetzt. Seit 2017 können alle Medien elektronisch an jeden Standort bestellt werden. Seit die Ausleihkarte für Menschen in Ausbildung bis 21 kostenlos ist, ist die Anmeldezahl der 18- bis 21-Jährigen um mehr als 40 Prozent gestiegen. Digitalisierung Seit Oktober gibt es das "LibraryLab" in der Zentralbibliothek. Dort können Nutzer Digitalisierung lernen - von der Online-Nutzung der Bücherei bis zum Ausflug per Virtual-Reality-Brille. Mitmachen kann jeder: "Das soll ein Kommunikationsraum sein, in dem jeder anderen beibringen kann, was er kann", sagt Kamp. Gestern erklärte zum Beispiel ein Comicfan, wie man diese digital zeichnen kann. KAP 1 Auch wenn die Zentralbibliothek erst Ende 2020 in das Gebäude am Konrad-Adenauer-Platz einzieht, sind Kamp und sein Team schon voll mit der Planung beschäftigt. Genau überlegen sie, was wohin kommt und wie die Bedürfnisse aller Nutzer befriedigt werden können. Wichtig ist ihnen dabei vor allem, die Bücherei als Aufenthaltsort zu gestalten - denn trotz (oder vielleicht gerade wegen) der Digitalisierung kommen laut den Experten immer mehr Menschen in die Bibliothek. Um zu lernen, sich auszutauschen oder - ganz klassisch - um eben Bücher zu leihen.

(lai)