Düsseldorf: Mehr als 10 000 Besucher bei der Comicmesse "Dokomi"

Düsseldorf: Mehr als 10 000 Besucher bei der Comicmesse "Dokomi"

Mehr als 10 000 Fans von Anime, Manga und japanischer Jugendkultur allgemein haben auf der "DoKomi" ihre Leidenschaft mit Gleichgesinnten geteilt. Sie konnten auch in Workshops hinter Kulissen schauen oder Cosplay spielen. So wird das Verkleiden als Lieblingsserien- oder Spielcharakter bezeichnet. "Das Verwandeln in den Lieblingscharakter macht auch den größten Reiz dabei aus", sagt die 19-jährige Poetine A., die das neue Pokémon Feelinara verkörpert.

"Wenn das selbstgeschneiderte Kostüm dann endlich fertig ist und man als Charakter erkannt wird, fühlt man sich richtig stolz", sagt sie weiter. Für ihr Kostüm hat sie rund drei Monate geplant und drei Wochen aktiv genäht. Um sich in diesem - vorwiegen von jungen Frauen praktizierten Hobby - weiter zu verbessern oder Tipps geben zu lassen, werden von erfahrenen Cosplayern beispielsweise Näh- und Fotografieworkshops angeboten, damit die Kostüme auch professionell in Szene gesetzt werden können. Im Synchronworkshop erleben die Besucher am eigenen Leib, "wie schwer das Spiel mit der Stimme sein kann", beschreibt Workshopleiterin Birte Baumgardt, die den Teilnehmern Aufwärmübungen für die Stimme zeigt.

"Wir hatten dieses Jahr einen noch größeren Raum als in den letzten Jahren, trotzdem war der Raum durchweg voll", sagt Rieke Werner, die die Technik bedient, erschöpft aber fröhlich. Auch im kommenden Jahr wird die stetig wachsende Veranstaltung, die auf den ersten Blick befremdlich wirkende Jugendkultur langsam zu einer vertrauteren machen.

(RP)
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