Denkmäler in Düsseldorf: Marstallgiebel am Tag des Denkmals zu sehen

Denkmäler in Düsseldorf : Marstallgiebel am Tag des Denkmals zu sehen

Auf einen angemessenen Platz in Düsseldorf wartet der holzgeschnitzte Marstallgiebel noch, aber auch auf dem Boden der Halle des Düsseldorfer Restaurierungszentrum, Erkrather Straße 347, wirkt das Schnitzwerk mit Jagdsymbolen und Wappen imposant. Mit einer Breite von 16 Metern und einer Höhe von vier Metern bietet es eine Fülle von Details, die die Entdeckerfreude wecken.

Auch bei den Restauratoren, "die die vielen Teile des geschnitzten Giebels, den Jan Wellem für seinen Marstall anfertigen ließ und der von Bombentreffern 1943 schwer beschädigt wurde, wieder zusammensetzten und für eine Restaurierung vorbereiteten", sagt Cornelia Weyer, Leiterin des Restaurierungszentrums.

Erstmals wird der Giebel einer breiten Öffentlichkeit beim Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, präsentiert. Nicht nur, weil er gut zum Schwerpunktthema Holz passt, sondern "weil er einer der wenigen Kunstwerke dieser Art aus dem 18. Jahrhundert ist und überregionale Bedeutung hat", sagt Jörg Heimeshoff, Leiter der Denkmalbehörde.

Die etwas abgelegene Halle ist dank der Rheinbahn leicht zu erreichen. Sie setzt eine Oldtimerbahn aus Holz zwischen Hauptbahnhof und Betriebshof Lierenfeld ein. Und sie sorgt auch mit Oldtimerbussen, die am Carlsplatz starten, für gute Verbindungen zur Kornbrennerei Schmittmann, Niederkasseler Straße 106. Dort eröffnet OB Dirk Elbers offiziell den Tag des Denkmals, an dem insgesamt 34 bauten und Kunstwerke zu besichtigen sind. Die Kornbrennerei bietet sich zur Eröffnung an, weil das Kornhaus aus Fachwerk 1640 gebaut wurde und die Holzfässer für die Spirituosen ebenfalls aus Holz sind. "Ein Küfer wird zur Demonstration ein Fass bauen", nennt Vertriebsleiter Waldemar-Peter Kaiser einen Programmpunkt. Es gibt Führungen durch die Brennerei und den Gewölbekeller und Livemusik mit der Band Step Twinth.

Zum ersten Mal mit im Programm sind das Haus Tabea mit dem Pflegemuseum des Diakoniewerks Kaiserswerth und der historische Bahnhof Gerresheim, der saniert wird. Im Geschäftshaus Guntermann, Lambertusgasse, wird die Vergoldung von Rahmen demonstriert. Alle offenen Gebäude, darunter Schloss Benrath und Schloss Garath, etliche Kirchen, das Maxhaus und Verwaltungsgebäude sind in einem Faltblatt sowie im Internet unter www.duesseldorf.de/denkmalschutz aufgeführt.